Der aktuelle Umwelttipp

Umwelttipp Juli 2018
Von Goldparmänen und Berlepsch
Einfach praktisch als kleine Zwischenmahlzeit. Viele Vitamine, schon ‚verpackt’, nicht so empfindlich: der Apfel kommt mit in den Schulranzen, den Wanderrucksack, an den See, in die Reisetasche. 30 Kilogramm verputzt jede/jeder von uns pro Jahr. Auch jetzt gibt es Äpfel vom Bodensee, einheimisch, fast regional, da fühlt man sich gleich gut.
Doch halt, einheimische Äpfel im Mai oder Juni?
Haben die Bäume nicht erst geblüht? Richtig, erst ab August gibt es bei uns frische Äpfel vom Baum, alle anderen warten gekühlt in einer kontrollierten Atmosphäre aus Sauerstoff und viel Kohlendioxid seit Monaten auf unseren kraftvollen Biss. In gasdichten Kühllagern werden neben Temperatur und Luftfeuchte auch der Sauerstoff- und Kohlendioxid-Gehalt auf einem konstanten Wert und in einem bestimmten Verhältnis zueinander gehalten. Im ULO (Ultra Low Oxygen)-Lager ist der Sauerstoffgehalt sogar so niedrig, dass die Reifung der Früchte extrem verlangsamt ist. Nicht nur die Vitamine schwinden in dieser Zeit, sondern es entstehen auch Treibhausgase.

Also dann doch besser die Äpfel von der Südhalbkugel?
Dort ist jetzt Herbst bzw Winter und die Äpfel werden genau dann reif, wenn bei uns die frischen Äpfel zur Neige gehen. Es werden deshalb jedes Jahr etwa 600 000 Tonnen Äpfel importiert.(https://www.bmel-statistik.de/fileadmin/user_upload/monatsberichte/GBB-2...). Dazu kommt, dass bei uns letztes Jahr viele Blüten im Spätfrost erfroren sind und die Landwirte in Deutschland nur knapp zwei Drittel (597000 t statt 1038,9 t 2016) der üblichen Menge Äpfel ernten konnten. Unter CO 2 -Gesichtspunkten ist die langfristige Lagerung von Äpfeln umweltschädlicher als ihr weiter Transport über die Weltmeere.

Doch das ist nur ein Aspekt. Viele schlaue Menschen haben gerechnet, sich auf die Suche nach der Ökobilanz begeben. Transport per Schiff, Bahn, LKW, Flugzeug, oft wie bei Neuseeland gleich mehrere Transportmittel, Transportstrecken, großflächiger Anbau versus kleineren Betrieben, Schutz des regionales Anbaus vor Ort, Arbeitsbedingungen und und und.
Und?
Es gibt sie nicht die ideale, richtige Lösung.
Der wichtigste Punkt, ihre eigene Transportbilanz! Nehmen sie das Fahrrad oder wenn schon das Auto, nutzen sie es möglichst wenig und möglichst effektiv. Wenn wir alles in Betracht ziehen, sollten wir Äpfel nur von August bis Februar kaufen und am besten von Streuobstwiesen, da gibt es dann auch vielleicht noch die eine oder andere ‚alte‘ Apfelsorte wie Goldparmäne oder Berlepsch. Denn die ehemals große Sortenvielfalt hat sich im heutigen Intensivanbau weiter stark reduziert. Nur noch etwa 20-30 Sorten haben eine wirtschaftliche Bedeutung. Wer Äpfel auch im Frühjahr noch genießen will, warum nicht selbst lagern? Ein kühler Keller, eine frostfreie Garage oder auch ein Standort auf dem Balkon im Freien ohne direkte Sonneneinstrahlung bieten sich an. Allerdings dürfen die Früchte keinen Frost abbekommen. Über einen längeren Zeitraum sollten größere Mengen möglichst einlagig in Kisten oder Kartons gepackt werden. Wichtig ist, dass sich die Früchte nicht berühren.

Und wer im Sommer nicht ohne Apfel auskommt, den weißen Klarapfel gibt es schon im August. Der mag nicht eingelagert werden, der schmeckt am besten frisch vom Baum.

Umwelttipp Juni 2018
Von Tomaten und Seepferdchen
Unter einem Gemüsegarten stellt man sich etwas anderes vor. Doch ist der größte Gemüsegarten Europas ein „Mar de plástico“ ein Meer aus Gewächshäusern und Plastikfolien. Es ist mit die heißeste Region in Spanien, dank der konstanten Sonneneinstrahlung sind vier oder mehr Ernten pro Jahr keine Seltenheit.

Wer allerdings selbst z.B. Tomaten auf dem Balkon oder der Terrasse zieht, weiß, wie wassergierig diese Pflänzchen sind. Eines der drängendsten Probleme des Gemüseanbaus in Spanien ist daher der gigantische Wasserbedarf. Allein die Tomaten verbrauchen pro Kilogramm! rund 180 Liter Trinkwasser.

Das Wasser wird teilweise über hunderte von Kilometern gepumpt oder, das schon stark überdüngte Grundwasser wird illegal gefiltert und wieder und wieder verwendet. Was passiert mit dem giftigen Filtrat? Report Mainz hat Mitte Mai berichtet, dass diese Giftschlacken in der Region Murcia ungeklärt ins Mar Menor, die größte Salzwasserlagune Europas geleitet werden. Schon im letzten Jahr hat die Organisation Hippocampus (lat. Seepferdchen) Alarm geschlagen. Im  Mar Menor, knapp dreimal so groß wie der Starnberger See, berühmt für kristallklares Wasser und seine Seepferdchen, leben von hundert Seepferdchen gerade noch zehn.

Mitverursacher, so Report Mainz am 22.05.2018, ist einer der größten spanischen Gemüselieferanten für den deutschen Markt, gegen ihn und andere Umweltsünder ist jetzt Anzeige in Spanien erhoben worden. Es sind die niedrigen Einkaufspreise der Einkaufsketten, die sie zu diesen Maßnahmen greifen lassen, so die Bauern vor Ort.

Also, auch wenn Sie in Ihrem Uralub nicht mit Ihrem Motorboot über die Salzlagune brettern und die Tierwelt schädigen, die Entscheidung welches Gemüse Sie essen, kann Tiere bedrohen, die tausende Kilometer entfernt leben.
Beim nächsten Kauf im Supermarkt, denken Sie daran.

Kaufen Sie bitte regionale Waren! Es ist Sommer - Erdbeeren, Tomaten, Gurken, das alles wächst auch bei uns.

Umwelttipp Mai 2018
Mairegen
Schon seit Ostern fast nur Sonne. Balkone, Straßen, Bierbänke - alles ist mit gelben Blütenpollen überpudert. Alle zieht es nach draußen. Nur so mancher Allergiker wünscht sich sehnlichst Regen. Und die Gärtner verbringen derzeit viel Zeit mit Gießkannen schleppen. Mairegen soll ja bekanntlich auch schön machen, aber noch ist kein Regen in Sicht. Insekten, Vögel und sogar Eichhörnchen suchen jetzt Vogeltränken, Teiche oder frisch gewässerte Beete auf, um ihren Durst zu stillen. Bienen sammeln Wasser, um damit ihre Waben im Stock zu kühlen. In den Großstädten ist es besonders wasserarm. Alle Tiere, auch Insekten brauchen Wasser. Das schönste Insektenhotel bleibt leer, wenn die nächste Wasserquelle zu weit weg ist. Vielen Fledermausarten fehlt es in unseren Siedlungsräumen an Trinkstellen und Beuteinsekten, deren Larven sich unter Wasser entwickeln. Abhilfe kann ein Gartenteich schaffen. Kaum ein Garten ist zu klein, als dass darin nicht ein Feuchtbiotop bzw. ein naturnaher Teich angelegt werden könnte. Und wenn nicht, selbst auf dem kleinsten Balkon schaffen ein oder mehrere Blumentopfuntersetzer oder Tellerchen, täglich morgens mit frischem Wasser gefüllt, eine willkommene Tankstelle für Insekten, Eichhörnchen und Vögel.

Umwelttipp April 2018
Von wilden Ecken und wilden Möhren

Insekten suchen Blütenpflanzen vor allem deshalb auf, um deren Nektar und Pollen zu sammeln. Insekten und Pflanzen sind ein eingespieltes Team: Jede Pflanze hat eine Funktion, jedes Insekt eine Vorliebe. Durch ihre Berührungen bestäuben Insekten das weibliche Blütenorgan mit den gesammelten Pollen. Ein scheinbar kleiner und einfacher Vorgang mit großer Wirkung: Dadurch wird die sexuelle Vermehrung von weltweit etwa 88 Prozent aller Pflanzen sicher gestellt – in tropischen Regionen sind es sogar über 90 Prozent. Von großer Bedeutung sind dabei Wild- und Honigbienen. Aber auch Schmetterlinge, Fliegen, Wespen oder Käfer leisten ihren Beitrag.
Vielerorts ist das Nahrungsangebot für Wild- und Honigbienen sowie andere Insekten wie Schmetterlinge nicht ausreichend. Allzu oft bestimmen eintönige Grünflächen unsere Städte. Daran muss sich etwas ändern!
Um den Bienen und anderen Insekten ganzjährig ein Nahrungsangebot zu schaffen, sollten die verschiedenen Blühzeiten berücksichtigt werden. Ein Staudenbeet kann so angelegt werden, dass zwischen März und Oktober immer etwas blüht. Besonders empfehlenswert sind Wildstauden, die man in Wildstaudengärtnereien bekommt. Kornblumen, Wiesensalbei und Nickendes Leimkraut, Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Lupine, Wilde Malve, Astern, ungefüllte Dahliensorten, aber auch Glockenblumen, Mohn, und Blaukissen werden gerne besucht.

Bei Bäumen und Sträuchern eignen sich Schlehe, Pfaffenhütchen, Kornelkirsche, Weißdorn, Stachelbeere, Himbeere, Brombeere, Johannisbeere, Wilder Wein, Efeu, ungefüllte Kletterrosen.

Auch ein Gemüsebeet mit Ackerbohnen, Kleearten, Borretsch, Ringelblumen, Kürbisgewächse, Zwiebeln, Kohl, Möhren, Wilde Möhren oder Gewürzkräutern liefert reichlich Nahrung.

Für den Balkon bieten sich Goldlack, Kapuzinerkresse, Verbene, Männertreu, Wandelröschen, Löwenmäulchen, Küchenkräuter wie Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze und Thymian an.

Die Honigbiene nimmt eigentlich alles an, was blüht. Wildbienen sind dagegen Spezialisten, was das Nahrungsangebot betrifft. So sind manche Seidenbienen spezialisiert auf Korbblüter, Pelzbienen dagegen laben sich an Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), Blaukissen (Aubrieta) und Lerchensporn (Corydalis), die  Wilde Möhre (Daucus carota) dagegen dient als Hauptpollenquelle für die Sandbienen und den Schwalbenschwanz. Wer wissen möchte, wer sich in seinem Garten tummelt oder wen er gezielt mit Futterpflanzen anziehen kann, die Internetseite insektenbox.de hilft weiter (Tipp: Bienenarten findet man unter der Ordnung der „Hautflügler“). Wichtig ist, keine gefüllten Blüten und züchterisch veränderte Sorten zu pflanzen, die für Bienen und andere Insekten nutzlos sind.

Und bitte denken Sie an wilde Ecken: die einfachste Maßnahme ist es, einfach eine wilde Ecke stehen zu lassen, die weder gemäht noch betreten wird. Hier lassen wir Brennnesseln, Gräsern und Klee ihren Raum.

Umwelttipp März 2018
Zuckerwasser für ihre Majestät
Endlich, die Kräfte zehrenden eisigen Tage scheinen vorbei. Alles dürstet nach Sonne, nach Farbe, nach Frühling. Wie schön, endlich die ersten Frühlingsboten morgens auf dem Frühstückstisch zu haben. Doch bitte, Finger weg von den ersten Frühblühern! Was unseren Blick beim Frühstück erfreut, ist für die Hummeln mehr als ihr Frühstück und überlebenswichtig.

Jede Hummel, die im zeitigen Frühjahr auftaucht, ist eine Königin. Denn anders als bei den Honigbienen sterben bei den Hummeln außer der bereits begatteten Jungkönigin alle Tiere im Herbst ab. Im zeitigen Frühjahr geht die Königin auf die Suche nach einem Nistplatz, wo sie ein neues Hummelvolk gründen kann. Dazu werden Hohlräume in und über der Erde inspiziert. Mauselöcher, abgestorbene Äste, verfaulte Baumstämme, Moosmatten, manchmal auch Vogelnester und sogar alte Schneckenhäuser, die noch sorgfältig getarnt werden, kommen als Nistplätze in Frage.  Zunächst zehren die Jungköniginnen noch von Nahrungsvorräten aus dem Vorjahr, die sie in ihrem Honigmagen eingelagert haben. Diese Vorräte sind jedoch bald erschöpft und dann braucht die junge Königin ausreichend Nektar und pollenspendende Blüten. Krokusse, Weidenkätzchen, Winterlinge, Schneeglöckchen, Blausterne, Schachbrettblumen und später dann Taubnesseln, Akeleien und Lungenkraut. Ist ein neues Quartier gefunden, baut die Königin ihre erste Wabe, legt einige erste Eier und versorgt die daraus schlüpfenden Larven mit Pollen, die sie an Blüten sammelt. Um die Eier warm zu halten, setzt sich die Königin nach der ersten Eiablage sogar bei Bedarf zum Brüten darauf. Für sich selbst braucht sie Nektar, den sie als Schlechtwettervorrat zu Honig umwandelt und in Wachstöpfchen lagert.

Gerade jetzt im März findet man oft entkräftete Hummeln auf Terrasse, Balkon oder am Wegesrand. Man kann ihr vorsichtig ein Stückchen Papier unterschieben, sie an eine geschützte Stelle bringen, einen halben Teelöffel Zucker in etwas lauwarmem Wasser auflösen und dem Tier per Löffel anbieten. Wenn es warm genug ist, kann die Hummel innerhalb von einigen Minuten mit ihrem langen Saugrüssel den Teelöffel bis zu einem Drittel leeren. Kostbare Energie! Unter Umständen muss man etwas warten, bis sie sich in der Sonne oder im Windschatten etwas aufgewärmt hat. Wer jetzt im zeitigen Frühjahr einer Hummelkönigin hilft, rettet also nicht nur ein einziges Tier, sondern gleich einen ganzen, noch im Entstehen begriffenen Hummelstaat.

Im Obst- und Gemüsebau sind Hummeln wichtige Helfer, da die effektiven Nektar- und Pollensammler viele Nutzpflanzenarten bestäuben. Anders als die Honigbienen können Hummeln auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen fliegen und sind im kühlen Frühjahr oft die einzigen Bestäuber von Obstgehölzen.

Umwelttipp Februar 2018
Ein Heiratsantrag und eine Konsequenz daraus
Das private Glück wird öffentlich. Das private Glück wird sichtbar. Ein Ring an der rechten Hand. Aber nicht irgendein Ring. Es sollte, es musste ein Ring aus fairem Gold werden. Es wurde ein Ring aus fairem Gold. Das Zeichen meiner Ehe, meiner Liebe und Treue kann nicht auf maßlos großem Leid beim Schürfen von Gold gründen.
Das hochgiftige Quecksilber sorgt dafür, dass das Rohgold gewonnen werden kann. Weltweit sind es geschätzt 20 Millionen Menschen, die oft ohne Atemschutz, ohne Helm, Handschuhe, Stiefel, Vertrag und Sozialversicherung arbeiten. Dazu kommt die Naturzerstörung in gigantischem Ausmaß.
Guya Merkle ist die weltweit erste Schmuckdesignerin, die ihre gesamte Kollektion aus fairem Gold herstellt. Ein Schweizer Schmuckhersteller hat schon eine Linie mit fairem Gold, ein italienischer Luxushersteller will ab 2020 nur noch Fairtrade-Gold verwenden. Unsere Eheringe wurde in München entworfen und geschmiedet. Nicht nur wegen der Kunst unserer Goldschmiedin tragen sie sich wunderbar. Ein bisschen Gerechtigkeit am Ringfinger. So fängt es ja meist an. Christine Glaser

Umwelttipp Januar 2018
Heizen mit Holz im Kamin und Kaminofen – gemütlich und umweltschonend, oder?
Holz ist das nachhaltigste Heizmaterial überhaupt, denn es regeneriert sich von selbst. Die Klimabilanz ist eigentlich positiv, so lange weniger Holz verbraucht wird als nachwächst. Eigentlich?
Der massenhafte Gebrauch von Holzöfen sorgt inzwischen für ernste Umweltprobleme. Zwar entsteht bei einem Holzfeuer nur so viel des Klimakiller-Gases CO2 wie der Baum beim Wachstum aus der Luft entnommen hat. Doch gleichzeitig strömen verschiedene andere Schadstoffe ungefiltert durch den Schornstein.

Das Umweltbundesamt zum Beispiel stellte Ende 2016 fest, dass die Feinstaub-Emissionen aus kleinen Holzfeuerungsanlagen in Deutschland mittlerweile die aus den Motoren von Lkw und Pkw übersteigen. Wobei allerdings im Straßenverkehr noch der Abrieb von Reifen und Wiederaufwirbelungen hinzuzurechnen sind. Hinzu kommt, dass neben dem Kohlendioxid beim Verbrennen Ruß entsteht. Und der verhagelt die Klimabilanz von Holzöfen endgültig. Die schwarzen Partikel sind äußerst klimawirksam. Sie heizen sich im Sonnenlicht auf, beeinflussen die Wolkenbildung, schwärzen bis in die Arktis Schnee und Eis, die dann schneller schmelzen. Insgesamt heizen Rußpartikel das Klima bis zu 3.200-mal so stark auf wie das Treibhausgas CO₂.

Eine Ursache, warum Kamine mehr Feinstaub produzieren können, liegt in der falschen Bedienung. Wer falsch anheizt, nicht das richtige Holz verwendet oder die Luftzufuhr falsch regelt macht aus einem sauberen Ofen oder Kamineinsatz schnell eine Dreckschleuder. Eine andere Ursache bedingt das Alter des Ofens. Wenn es nach Recht und Gesetz geht, sollten alle Geräte, die 33 Jahre oder älter sind seit Ende 2017 still gelegt oder durch neue ersetzt worden sein. Doch wie bei den Automobilen gibt es offenbar auch bei den Kaminöfen berechtigte Zweifel an der Verlässlichkeit der Prüfung der Typenzulassung. Die tatsächlichen Emissionen lägen „meist erheblich über den Herstellerangaben“, kritisiert etwa die Initiative Clean Heat. Die Umwelthilfe fordert Messverfahren, die näher an der Realität sind, ebenso eine bessere Marktüberwachung.

Jährlich wird in Deutschland fast genauso viel Holz zur Erzeugung von Energie verbrannt wie gerntet wird. Die Nachfrage nach Holz ist tatsächlich in den vergangenen 20 Jahren kräftig gestiegen. Nach wie vor bewirtschaften die deutschen Forstwirte und Waldbauern die Wälder nachhaltig, das heißt, sie fällen nur so viel Holz wie nachwächst. Oder sogar etwas weniger. Laut der dritten Bundeswaldinventur von 2012 beträgt der Jahreszuwachs rund 120 Millionen Kubikmeter, die Jahresernte wird mit 76 Millionen Kubikmetern beziffert. Jährlich werden in Deutschland 70 Millionen Kubikmeter Holz zur Erzeugung von Energie verbrannt. Um die Nachfrage nach Holz für die Möbelindustrie, für Verpackung, Papier sowie Strom und Wärme zu decken, müssen große Mengen Holz aus aller Welt importiert werden.

Um den Feinstaub zu reduzieren, sollten Ofenbesitzer nur gut getrocknetes Holz verheizen.  Wie die Stiftung Warentest ermittelt hat, verdoppelt sich der Feinstaub-Ausstoß beim Verbrennen von Holz mit einer Restfeuchte von 25 Prozent im Vergleich zu Brennholz mit nur 14 Prozent Restfeuchte. Mindestens zwei Jahre dauert es, bis frisch geschlagenes Holz bei richtiger Lagerung durchtrocknet. Aufgrund der hohen Nachfrage wird Brennholz jedoch teilweise in Hallen getrocknet, die mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl beheizt werden. Für die Umweltbilanz des Holzes ist das ebenso negativ wie lange Transportwege. Käufer sollten daher genau nachfragen, woher das Holz stammt und wie es getrocknet wurde.

Holzfeuerung in Kaminöfen ist  also nicht klimaneutral. Also bitte immer mit Bedacht feuern und möglichst mit einheimischem Holz.

Umwelttipp Dezember 2017
Holder Knabe in lockigem Haar....
200 Jahre alt ist der Text von "Stille Nacht!"
Schon seit Jahrtausenden ist Seife das Reinigungsprodukt Nummer eins für lockige und andere Haare. Künstlich hergestellte Shampoos, Spülungen, Duschgele und Waschmittel haben sie in den letzten Jahrzehnten allerdings immer mehr verdrängt. Das geht sogar so weit, dass man heute glaubt, Seife sei schlecht für Haare. Dabei hinterlassen Haarseifen auf und im Kopf ein gutes Gefühl! Sie sind gesünder für Haut und Haare, kommen mit wenig Verpackung  aus, sind ergiebig und reinigen ohne synthetische Tenside. Tenside? Sie stecken in den meisten herkömmlichen Shampoos und sorgen für ordentlich Schaum auf dem Kopf. Wir haben uns an sie gewöhnt und erwarten von ihnen zuverlässige Reinigungsleistung. Doch Tenside werden chemisch aufwändig hergestellt, basieren meist auf Erdöl-Derivaten, können unsere Haut reizen und für Schadstoffe durchlässig machen.

Haarseifen kommen ohne synthetische Tenside aus. Statt mit den waschaktiven Substanzen reinigen sie unser Haar mit Hilfe von natürlichen Tensiden: verseiften Ölen. Viele Haarseifen kommen zudem ohne das problematische Palmöl aus. Beim Kauf sollte man sich die Inhaltsstoffe aber genau anschauen, nicht nur der Umwelt zu liebe! Kokosöl, Glycerin und Palmöl machen die Haare eventuell pappig oder strohig und sind nichts für Anfänger. Am besten auf (verseifte) Öle erstmal ganz verzichten und nach Naturseifen Ausschau halten, die als Inhaltsstoffe andere Öle aufweisen. Öle, die die Haare pflegen und Feuchtigkeit spenden sind zum Beispiel Avocado-Öl, Babassu-Öl oder -butter. Rizinusöl soll die Kopfhaut von Schmutz und Bakterien befreien - ohne auszutrocknen. Wegen seiner antibakteriellen Wirkung ist es auch gegen Schuppen geeignet, kräftigt die Haare, verleiht ihm geschmeidigen Glanz und beruhigt gereizte Kopfhaut. Oft findet man auch Grünen Lehm in der Inhaltsangabe. Er ist  reich an Mineralstoffen und Spurenelementen (u. a. Eisen, Magnesium, Kalzium, Zink, Selen, Kalium) und wirkt reinigend, entfernt abgestorbene Hautzellen und hartnäckige Verschmutzungen. Der Lehm regeneriert die Haarwurzeln. Ätherische Öle wie Lavendel oder Teebaumöl sollen reinigen, beruhigend oder antiseptisch wirken und duften natürlich gut.

Auch zum Hände waschen ist Flüssigseife im Plastikspender völlig unnötig, feste Seife mit Bio-Inhaltsstoffen gibt es in jedem Drogeriemarkt komplett plastikfrei. Gute Bio-Läden haben oft noch eine größere Auswahl an unverpackten Seifen. Aber Vorsicht, normale Seifen gehören nicht ins Haar! Haarseifen benötigen mindstens drei bis fünf Prozent Fett. Natur Haarseifen gibt es leider fast nur in Bioläden oder online. Für die Haarwäsche mit Haarseife spielt auch die Wasserhärte eine Rolle. Generell ist weiches Wasser, das wenig Kalk enthält, optimal. Bei dem kalkhaltigen Wasser in München bildet sich leider oft Kalkseife, die sich in Haaren und am Waschbeckenrand niederschlägt. Abhilfe schafft, das  Haar mit einer Rinse aus Wasser und Apfelessig oder Zitronensaft  (in der Dosierung 3 Esslöffel davon auf 1 Liter Wasser) zu spülen. Genaue Hinweise zu den Zusammensetzungen von Haarseifen, Anwendungsbeispiele und Abhilfe bei Problemen gibt es auf vielen Internetseiten oder in den Bioläden direkt.

Ein bisschen umdenken, den Weg zum Plastik-Container für die Verpackung sparen und ausprobieren. Haare sind individuelll verschieden, Naturhaarseifen gibt es für unterschiedliche Haarstrukturen – nicht nur für den Knaben in lockigem Haar.

Umwelttipp November 2017
Der goldene Oktober ist vorbei, wohin nun mit dem Laub?
In die Biotonne oder zum Wertstoffhof, bis zu einem Kubikmeter Laub täglich kann dort kostenlos entsorgt werden. Vermischt mit Küchenabfällen auf den eigenen Komposthaufen, mit Ausnahme von Eichenlaub oder einfach auf Gemüsebeete und unter Sträuchern verteilen. Auf Stauden- oder Gemüsebeete aufgebrachter Laubmulch schützt die Wurzelbereiche vor Frostschäden, verbessert das Bodengefüge, führt dem Boden neue Nährstoffe zu und dient als winterlicher Rückzugsraum für unzählige Kleintiere. Mit etwas Glück vielleicht auch dem ein oder anderen Igel als frostfreies Winterquartier.

Umwelttipp Oktober 2017
Wo ist mein Blauer Engel?

Am 25. Oktober 2017 findet der zweite „Aktionstag Blauer Engel" statt. Ausgerufen wird der Aktionstag jährlich durch Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt, RAL gGmbH und Jury Umweltzeichen. Zur Jury Umweltzeichen gehören übrigens auch die Kirchen. Wer mitmachen möchte, ist nicht auf den 25. Oktober beschränkt. Aktionen, Projekte und Veranstaltungen aus Anlass des Aktionstags können im ganzen Monat Oktober stattfinden. Der blaue Engel ist die zuverlässige Orientierungshilfe, wenn es um umweltbewusste Kaufentscheidungen geht: Vom Drucker bis zum Waschmittel, insgesamt tragen rund 12.000 Produkte den Blauen Engel. Wer feststellt, dass es in einem Geschäft zu wenig oder gar keine Recyclingprodukte mit dem Blauen Engel gibt, kann diesem jetzt die Blaue Karte zeigen: der Hinweis und die Bitte, ein umweltfreundlicheres Konzept einzuführen. Diese Aktion wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unterstützt.

Wir müssen nicht immer große Taten vollbringen, um unsere Umwelt zu schützen. Mit Produkten, die den blauen Engel tragen, können wir unsere Umwelt schonen ohne dabei Abstriche machen zu müssen. Das beste Beispiel dafür ist Recyclingpapier. Toilettenpapier, Taschentücher, aber auch die 200 Millionen Schulhefte pro Jahr können dazu beitragen. Leider ist das bei Schreibwaren gar nicht mehr so einfach. Viele Schreibwarengeschäfte führen kein recyceltes Papier mehr. Das Problem: die hervorragende Qualität von recyceltem Papier - es ist kaum noch von Frischfaserpapier zu unterscheiden. Viele Verbraucher und übrigens auch Verkäufer denken, holzfrei, was auf allen Verpackungen steht, bedeute doch ohne Holz. Doch das ist ein großer Trugschluss. Frischfaserpapier wird aus Holz hergestellt. Holz besteht knapp zur Hälfte aus Zellulosefasern, dem wichtigsten Rohstoff für die Papierherstellung. Weitere Bestandteile sind Lignin und Hemizellulose, die wie ein Kitt zwischen den Zellulosefasern liegen. Das Herauslösen der einzelnen Fasern aus dem Holz ist ein äußerst energie- und wasserintensiver Prozess. Zellstoff hat mit rund 80 Prozent den größten Anteil an den eingesetzten Papierfasern. Für die Gewinnung von Zellstoff wird die Zellulose durch chemische Hilfsmittel von den restlichen Holzbestandteilen getrennt. Es gibt reine Zellstoffpapiere, die so genannten "holzfreien Papiere". Holzfrei bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass zur Herstellung kein Holz benötigt wird, sondern, dass das Lignin (das früher Holzstoff genannt wurde) und Hemizellulosen mit Lösungsmitteln aus dem Faserbrei entfernt wurden. Im Vergleich zur Herstellung von Frischfaserpapier wird recyceltes Papier zu 100% aus Altpapier hergestellt, spart bis zu 60% Energie und bis zu 70% Wasser. Noch endet jeder fünfte Baum als Zellstoff. Wenn wir alle mitmachen beim Umstieg auf Recyclingpapier, dann bleibt unsere Welt „grüner“.

Bitten Sie in Ihrem Schreibwarenladen darum, in seinem Sortiment auch Produkte mit dem blauen Engel aufzunehmen, damit Sie ihre zukünftigen Büroartikel bei ihm kaufen und nicht wie bisher im Internet bestellen müssen. Unter www.blauer-engel.de/papierfinder können Sie Geschäfte in Ihrer Nähe suchen, die Produkte mit dem blauen Engel führen und hier gibt es auch Hinweise und eine Druckvorlage zur Blauen Karte.
Weiterführende Informationen zu einer Beteiligung am Aktionstag für Unternehmen, Verbände und andere Akteure und auch andere Hinweise sind unter https://www.blauer-engel.de/de/aktionstag/mitmachen zu finden.

Umwelttipp September 2017
Bio zum Erleben und Mitmachen
Die Öko-Erlebnistage haben in Bayern Tradition: Seit 2001 finden sie jedes Jahr über einen Zeitraum von vier Wochen statt, von Anfang September bis Anfang Oktober. Im Rahmen von rund 270 Veranstaltungen vermitteln Bio-Hersteller und -Verarbeiter unterhaltsam Wissen rund um den Öko-Landbau. Dafür öffnen sie die Tore ihrer Betriebe und lassen Verbraucher/innen und Interessierte hinter die Kulissen blicken. Sie haben Gelegenheit, mit den Bauern und Verarbeitern direkt zu sprechen und sie all das zu fragen, was Sie schon immer wissen wollten. Sie sehen ihnen bei der Arbeit zu und probieren von den Bio-Produkten, über die Sie so viel erfahren haben.
Noch mehr Infos und vor allem das Programm finden Sie unter http://www.oekoerlebnistage.de/ Dort finden sich bestimmt Anregungen für kleine oder große Unternehmungen bzw. Ausflüge.

Umwelttipp August 2017
Nach dem Regen kommen die Mücken....
Erst war es zu heiß, dann war es zu nass. Aber jetzt stehen die Prognosen für Badetage am See gar nicht schlecht. Wären da nicht die lästigen Blutsauger - Schwärme von Stechmücken, die besonders in den lauen Abendstunden lästig sind. Aber mit dem richtigem Verhalten und der entsprechenden Ausrüstung können Sie auch ohne Gift die warmen Augusttage genießen.

Fliegengitter: am besten geeignete Rahmen mit dauerhafter Bespannung, die im Herbst abgenommen werden können.
Moskitonetze über dem Bett - wichtig: die Netze müssen gut auf dem Boden aufliegen bzw. unter die Matratze gestopft werden, denn Mücken finden auch das kleinste Loch.
Insektenlampen sind nutzlos: Stechmücken reagieren nicht auf das ultraviolette Licht, sondern auf Körperwärme und CO2-Abgabe. UV-Lampen ziehen Tag- und Nachtfalter, Käfer, Köcherfliegen oder Bienen an und töten sie.
Keine chemischen Keulen: Verdampfer mit Pyrethroiden sind zwar wirksam im Kampf gegen die Blutsauger, lösen bei vielen Menschen aber Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen oder gar Nervenschäden aus, da der zentrale Angriffspunkt der Pyrethroide das Nervensystem ist. Alle Pyrethroide werden zudem als stark wassergefährdend eingestuft. Auch das in Insektenschutzmitteln verwendete Diethyltoluamid (DEET) kann zu Hautreizungen und Störungen des Nervensystems führen.
Natürliche Düfte wie Zitronengras, Tomatenblätter, Lavendel oder Katzenminze können helfen, Mücken zu vertreiben.
In der Dämmerung nicht in der Nähe von Wassertonnen oder Gewässern aufhalten, denn hier sind die Stechmücken bei feuchtwarmer Witterung besonders aktiv. Wenn doch, helfen dicke Hosen, Socken, Pullis oder auch eine Decke.
Vermehrung verhindern: decken Sie Regenfässer ab und leeren Sie auch herumstehende Behältnisse (z.B. Eimer, Reifen, Tröge, Gullis) regelmäßig. Teiche mit Fisch- oder Amphibienbesatz brauchen in der Regel keine Bekämpfungsmaßnahmen.
In Regenfässern, die Sie nicht ganz verschließen können, können Sie das Mittel „Culinex Tab plus“ geben. Der biologische Wirkstoff tötet gezielt Stechmückenlarven ab, ohne für andere Organismen giftig zu sein. Das Wasser kann bedenkenlos zur Bewässerung im Garten verwendet werden.

Und wenn sie doch mal gestochen werden - Mücken stellen für sehr viele Tiere vom Mauersegler über Schwalben, Eidechsen und Fledermäusen, Fische und Amphibien und sogar für Libellen eine sehr wichtige Nahrungsgrundlage dar.

Umwelttipp Juli 2017
Laue Sommerabende
Lange warme Sommerabende laden zum Verweilen an der frischen Luft und zu erfrischenden Getränken ein. Nicht alle haben dafür einen eigenen Balkon oder eine Terrasse. Biergärten bieten für jeden Geschmack etwas an. Mit und ohne Alkohol. Schön, wenn es auf der Getränkekarte eine weit gefächerte Auswahl gibt.

Gar nicht schön, wenn die langsam einsetzende Kühle mit Heizpilzen vertrieben werden soll. Das kostet viel Energie. Zu viel Energie. Eine mitbegebrachte Strickjacke oder ein Pullover machen auch warm und ersparen der Umwelt viel CO2-Ausstoß. Hier gibt es genau eine Wahl: ein heizpilz-freier Biergarten.

Umwelttipp Juni 2017
Schädling? Da hilft nur ein Nützling!
Es blüht und grünt, das Auge kann sich kaum satt sehen. Doch nach dem nächsten Regen ist die Freude meist getrübt oder anders aus gedrückt, auf dem frischen Grün wuselt und wimmelt es in grün und schwarz, der Boden klebt und sogar die Schnittlauchhalme sind unter den Läusen kaum noch zu erkennen.
Da sind sie wieder - das, was wir als Schädlinge bezeichnen: Blattläuse, Thripse, Spinnmilben und dergleichen.
Auf unseren Terrassen und Balkonen haben sie ideale Bedingungen, da die Lebewesen, die sie in Schach halten könnten, kaum vorkommen.
Doch anstatt die chemische Keule aus dem Giftschrank zu verwenden, wie wäre es, das Gleichgewicht ihrer Terrasse mit Nützlingen wieder herzustellen? Andere nützliche Insekten, Pflanzen, Vögel und die übrige Tierwelt werden es Ihnen danken.
Sie können diese Nützlinge mittlerweile auch als Privatperson (viele große Gemüseanbaufirmen verwenden sie schon länger) bei einem Befall kaufen und aussetzen. Beratung, Informationen und Hilfe gibt es in jedem Gartencenter, online und sogar mit kostenlose Apps. Probieren Sie es aus!

Die grünen Florfliegenlarven (Chrysopa) z.B. zählen Blattläuse, Spinnmilben, Thripse, Wollläuse, Weiße Fliegen, Schmetterlingseier, junge Raupen etc. zu ihren bevorzugten Nahrungsmitteln. Bis zu 800 Blattläuse werden von einer einzigen Florfliegenlarve abgetötet. Die Behandlung von geschädigten Pflanzen mit Chrysopa carnea- Larven ist daher effektiv und zu 100% natürlich.

Blattlaus-Killer: Schlupfwespen (Aphidius-Arten), Florfliegen (Chrysoperla carnea) und Räuberische Gallmücken (Aphidoletes aphidimyza) verspeisen Blattläuse.

Spinnmilben-Feind: Treiben Spinnmilben ihr Unwesen, sollten Raubmilben eingesetzt werden.

Thripse-Gegner: Man findet sie im Fachhandel unter den lateinischen Begriffen Phytoseiulus persimilis oder Amblyseius californicus. Gegen Thripse taugen ebenfalls Raubmilden, aber jene mit der Bezeichnung Amblyseius cucumeris, sowie Raubwanzen (Orius-Arten).

Weiße-Fliege-Jäger: Die Schlupfwespe (Encarsia formosa) frisst die Weiße Fliege auf.

Umwelttipp Mai 2017
Grüne Kraft
Was für ein Mai! Wir sind schon zu Beginn des Monats von unglaublich viel Grün umgeben. So viel frisches Grün, das uns Lebenskraft übermitteln will.

Hildegard von Bingen hat den Begriff der „Grünkraft“ geprägt. Für sie ist das eine besondere Kraft, die allem Geschaffenen innewohnt. Sie ist im Säen, Keimen, Wachsen, Blühen, Fruchtbringen und Ernten wirksam und erlebbar. „Leben aber geht nicht hervor aus Sterblichkeit, sondern Leben west im Leben. Kein Baum blüht ohne Grünkraft, kein Stein ist ohne Feuchtigkeit, kein Geschöpf ohne die ihm eigene Kraft."

Zum Glück sprießen jetzt auch die Kräuter mit aller Kraft. Frisch geerntet und in der Küche verwendet tun sie dem Menschen wohl. Und für den Umweltschutz ist es gut, wenn wir sie zuhause mit der Schere ernten und nicht in Plastik gehüllt aus dem Supermarkt holen.

Umwelttipp April 2017
Gedenkemein
Welch schöner Name!
Nicht nur dem Namen nach gibt es eine Verwandschaft zwischen dem Gedenkemein und dem Vergißmeinnicht, Myosotis sylvatica. Beim Gedenkemein, Omphalodes verna, handelt es sich um ein niedriges Vergißmeinnicht. Es blüht von März, April bis in den Mai hinein. Das Vergißmeinnicht blüht später, von Mai bis Anfang Juni.

Die Blätter wachsen dicht, sie sind herzförmig geformt und bilden einen dichten Teppich über dem die knopfartigen Blüten in den Farben weiß, türkis-blau, manchmal sogar leicht violett-rosa im Wind wippen. Die Blätter erscheinen stets in einem frischen Grünton, auch wenn diese schon etwas älter sind und symbolisieren so die Frische, das Junge und Aufblühende des Frühlings. Oft findet man das Gedenkemein in städtischen Gartenanlagen. Es fühlt sich im Halbschatten wohl. Die bodendeckenden Eigenschaften machen
es zu einer beliebten Pflanze.

Jetzt im Frühling läßt sich das Gedenkemein einfach durch Teilung vermehren. Falls Sie zu viel davon haben, freut sich sicher ein benachbarter Hobby-Gärtner darüber.

Umwelttipp März 2017
Es grünt so grün
Bäume und Hecken, Süd- und Westpark tun uns gut. Im Herbst vergessen wir das manchmal, wenn Laubberge uns lästig werden. Wir brauchen Grün um uns herum - gerade in der Großstadt.
Grün tut Körper und Seele gut.Laubbäume können dank ihrer großen Blattoberflächen die Stadtluft hervorragend rein erhalten. Grob- und Feinstaub und giftige Stickoxide werden aus der Luft gefiltert, die wir auf dem Weg zu U-Bahn, Supermarkt, Bäckerei, Metzgerei und Kirche einatmen.Es sieht so aus, als würde sich unsere Großbaustelle am Luise-Kiesselbach-Platz langsam in eine grüne Oase verwandeln. Die Pflanzarbeiten lassen dies hoffen.
Aber auch in den vielen Gärten und kleinen Gartenflächen unseres Stadtviertels tut jede Hecke Menschen und Tieren etwas Gutes.
Wir sollten miteinander auf ihre Erhaltung oder Ersatz achten und höflich darum bitten. Vielleicht mit dem Hinweise auf einheimische Gewächse.

Umwelttipp Februar 2017
Plastik im Gesicht? Mit der Lupe unter die Dusche!
Doch, es stimmt leider. Duschgel, Peeling, Lippenstift: In vielen Kosmetikprodukten steckt Mikroplastik. Die oft mikroskopisch kleinen Plastikpartikel gelangen per Abwasser in die Umwelt und richten dort unabsehbare Schäden an. Mikroplastik befindet sich auch in Produkten, in denen es bisher kaum vermutet wurde.
"Polyquaternium-7 steckt beispielsweise in jedem vierten unter-
suchten Duschgel und Nylon-12 in jedem zehnten Make-up", sagt Franziska Grammes von Codecheck. Dass Kunststoffe dem Kunden nicht auffallen, liegt auch an unterschiedlichen Definitionen von Mikroplastik. So würden viele Hersteller lediglich Polyethylen als Mikroplastik anerkennen, nicht jedoch Kunststoffe wie Nylon-12, Acrylates Copolymer oder Acrylate Crosspolymer.

So stecken oft in Duschgel und Creme:
Acrylates Copolymer (AC),  Polyquaternium-7
Waschpeeling: Polyethylen (PE)
Make up, Lidschatten, Puder: z.B.  Nylon 12,
Polyamid zählt zu den Kunststoffen
Shampoo: Acrylates Copolymer
Lipgloss: vor allem Polyethylen (PE)
Positiv! Zahnpasta enthielt bis vor kurzem noch fast immer Mikroplastik. Seit März 2015 ist dem BUND kein Produkt mehr bekannt, das Mikroplastik enthält (PDF S.4, März 2015)

Mikroplastik hat viele Namen. Aufgeführt sind sie im Kleingedruckten 'INCI *' auf oder in der Verpackung: Acrylate Copolymer (AC), Acrylate Crosspolymer (ACS), Dimethioconol, Methicone, Polyamide  (PA; Nylon), Polyacrylate (PA), Polymethylmethaacrylate (PMMA), Polyquaterniu (PQ), Polytethylene (PE), Polyethyleneglycol (PEG), Polythyleneterephatalate (PET), Polyprophyleen (PP), Polypro-
pylenglycol (PPG), Polysterne (PS), Polyethurane (PUR), Siloxane
Unter Greenpeace # Wellemachen https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/c02... gibt es eine handliche Karte der oben genannten Substanzen zum ausdrucken, die einem den Einkauf ohne Mikroplastik erleichtern kann.  
Plastik an sich ist ein enormes Umweltproblem, weil es erstens auf Basis des knapper werdenden Rohstoffs Erdöl hergestellt wird und zweitens nicht biologisch abbaubar ist. Mikroplastik im Besonderen gelangt in noch kaum abschätzbaren Mengen in die Umwelt und in die Meere. Kläranlagen können  die winzigen Partikel nicht vollständig aus dem Abwasser herausfiltern. So gelangt es aus unserem Haushalt  praktisch ungehindert in die Gewässer – und mit dem Klärschlamm auch auf die Felder und in die Luft.
Es lohnt sich also, mal mit der Lupe unter die Dusche zu gehen
und das Kleingedruckte auf Shampoo, Duschgel und Körperpeeling zu entziffern und beim nächsten Einkauf bewusster einzukaufen.
*INCI= Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe

Umwelttipp Januar 2016
Kleinigkeiten
An Silvester sieht und riecht es jede und jeder, die/der um kurz vor Mitternacht vor die Tür geht - Feinstaub! Pro Jahr trüben in dieser Nacht 4000 Tonnen Feinstaub mit Partikeln, die oft kleiner als 0,01 Millimeter sind, den Blick auf das junge, mit Raketen bunt erhellte Neue Jahr.
Der Bund für Umwelt- und Naturschutz möchte das Silvesterfeuer-
werk am liebsten verbieten. Doch auch an den anderen Tagen im Jahr ist jede und jeder davon betroffen, da merken wir es, wenn überhaupt, jedoch meist zu spät. Aber! Jede und jeder kann etwas  tun. Die zwei einfachsten Empfehlungen der Experten gegen die Feinstaubbelastung: weniger Auto fahren und im Winter öfter mal den dicken Pullover anziehen, statt immer die Heizung auf zu drehen. Das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz hat berechnet, dass in Deutschland doppelt so viele Menschen an Verkehrs-
emissionen sterben wie an Verkehrsunfällen.
Also mit Pullover und Muskelkraft gegen Smog und vielleicht
auch gegen das ein oder andere Pfündchen, das es sich über Weihnachten bei uns bequem gemacht hat.

Umwelttipp Dezember 2016
Zeit für Weihnachten
Nun ist sie da die Weihnachtszeit und mit ihr die Hektik,
die Eile, ja der Stress. Aber warum nicht zum Weihnachtsmarkt mal mit der U- oder S-Bahn fahren? Oder vielleicht sogar mit der BOB entferntere Christkindlmärkte erkunden? Viele Veranstalter bieten vom Bahnhof Shuttlebusse oder sogar -boote an. Sie schonen sich und die Umwelt und haben schon während der Fahrt Zeit für Kinder, Familie und Freunde. Da darf es dann auch für den Fahrer ein Glühwein sein, kein Stau in Sicht, stattdessen kann jeder die Aussicht genießen und nach dem Christkind Ausschau halten.
Ich wünsche Ihnen geruhsame und glückliche Weihnachten
im Kreise Ihrer Lieben - Ihre Umweltbeauftragte

Umwelttipp November 2016
Alle (drei) Jahre wieder....
zur Weihnachtszeit hat das Geschäft mit Computer, Laptop und Co Hochkonjunktur. Schon im Oktober wird fleißig überall die neueste Technik angepriesen. Aber muss es wirklich nach spätestens drei Jahren schon wieder ein neuer Rechner sein?
Je nach Nutzungsprofil ist die Produktion für über 50 % der Umweltauswirkungen eines Computers verantwortlich. Das Umweltbundesamt fordert daher jetzt die Nutzungsdauer von Computern in der Verwaltung grundlegend zu überdenken. Die aktuell eingeplante Betriebsdauer sei in vielen Fällen nicht mit der Umweltbelastung in Einklang zu bringen, mit der ein neuer Rechner in der Ökobilanz zum tragen kommt. Das Öko-Institut und die TU Berlin stellten mit „Green IT“ eine Studie für die nachhaltige Nutzung von Arbeitsplatzcomputern in der Bundesverwaltung vor. Kernbestandteil ist ein 6-Punkte-Plan, der für ein verantwortungs-
volles und umweltgerechtes Handeln in den Behörden bei der Aus-
stattung der Arbeitsplätze mit Informationstechnik (IT) appelliert. Denn eine längere Nutzung reduziert Umweltbelastungen und Kosten. Es gilt die Faustregel: Je länger die Nutzungsdauer der Geräte ist, desto kostengünstiger, klima- und ressourcen-
schonender sind sie. Verglichen mit Mini-PCs oder anderen stationären Arbeitsplätzen mit Desktop PC und Monitor stehen Notebook, Laptop und Tablet in Sachen Energiehaushalt bei Herstellung und beim späteren Recycling einfach schlechter da.
"Ein Rechenbeispiel: Würden in der Bundesverwaltung Notebooks sechs statt der derzeit empfohlenen drei Jahre genutzt, ließen sich 71.000 Tonnen CO2 und fast 100 Millionen Euro in zehn Jahren einsparen (unter der Annahme, dass ein Drittel der Arbeitsplätze
mit Notebooks ausgestattet ist). Nicht zuletzt werden die IT-Abteilungen der Behörden entlastet, weil seltener neue Technik beschafft und ausgerollt werden muss." (www.oeko.de).Wenn es denn tatsächlich eine neues Gerät sein muss, sollte man überlegen, ob es auch in den nächsten Jahren allen Ansprüchen genügt. Es gibt vermehrt gute Lösungen, die verschiedene Funktionen und Anwendungen geschickt in einem Gerät integrieren. Wenn man mit einem Alleskönner-Gerät langfristig mit weniger elektronischen Produkten auskommt, erschließt sich daraus zumeist auch ein Vorteil für die Umwelt. Aber wie wäre es mit einem Second-Hand-PC? Gerade Nutzer, die nicht mit aufwändigen 3D-Grafiken arbeiten, kommen in der Regel mit guter Gebrauchtware zurecht. Wichtig ist eine mindestens einjährige Garantie sowie ein guter Reparatur-
service möglichst in der Nähe.
Je leistungsstärker ein Computer ist, umso höher ist in der Regel nicht nur sein Kaufpreis, sondern auch sein Energieverbrauch. Für die üblichen PC-Anwendungen sind die angepriesenen Komponenten oftmals überdimensioniert und verbrauchen damit unnötig Strom. Das gilt vor allem für die Komponenten Prozessor, Grafikkarte, Bildschirm und Netzteil, die besonders viel Strom verbrauchen.

Umwelttipp Oktober 2016
Ich bin Bio
Gemüse und Obst und in Bio-Qualität machen Mensch und Natur
viel Freude. Es schmeckt einfach besser bzw. intensiver - eben
nach dem, was an Geschmack erinnert und erwartet wird.
Ich will Bio
Direkt zu den Erzeugern zu fahren, ist selten sinnvoll.
In der Öko-Kiste vom Amperhof kommt alles bequem vor die Wohnungstür. Aber manchmal wollen ja auch die Augen beim
Einkauf mitentscheiden ...
Umso besser, wenn köstliches Obst und Gemüse fußnah,
mit freundlichem Service und der Einladung zum Probieren
zu bekommen sind.
Ich bin Bio
So sagt und bekennt inzwischen die Gemüse- und Obstabteilung
im Paradieserl in der Johann-Clanze-Straße 102. Seit mehr als fünfzehn Jahr ist unsere Gemeinde dort sehr zufriedene Kundin.

Umwelttipp September 2016
Nachhaltig Waschen
Der Sommerurlaub ist vorbei, im Koffer sind neben anderen Souvenirs vielleicht auch Sand, Steine oder getrocknete Blüten,
in jedem Fall aber bestimmt …. schmutzige Wäsche.
Fakten: Etwa 630.000 Tonnen Waschmittel werden jährlich in Deutschland gegen Schweiß, Fett, Schmutz und Grauschleier ein-
gesetzt. Das sind umgerechnet 8 Kilogramm Waschmittel pro Ein-
wohner im Jahr. Dazu kommen Weichspüler, Waschhilfsmittel und Wäschepflegemittel, insgesamt sind das noch mal 220.000 Tonnen pro Jahr. Beim Wäschewaschen werden eine Menge Energie und Wasser benötigt und unsere Gewässer haben die Last der wasch-
aktiven Substanzen, optischen Aufheller, Bleichmittel usw. zu tragen. Umweltfreundlich Wäsche waschen geht nicht – umwelt-
freundlicher schon.

Stromsparen: Waschen bei niedriger Temperatur und voller Maschine ohne Vorwäsche, sie ist bei den heutigen Waschmitteln entbehrlich. Nur in Ausnahmefällen mit 95 Grad. Die meiste Wäsche wird auch bei 30-40 Grad perfekt sauber. Der Stromverbrauch für einen Waschgang sinkt allein durch Reduzierung der Temperatur  von 40° C auf 30°C um über 35 Prozent. Anschließend nicht in den Trockner sondern auf die Leine. Bei 160 Waschgängen pro Jahr mit 30° C statt 60° C und Verzicht auf Vorwäsche und Trockner sparen Sie 720 kWh Strom, ca. 500 kg CO2 und ca. 180 Euro.

Das richtige Waschmittel und die richtige Dosierung: Ein Feinwaschmittel ist weniger umweltbelastend als ein Vollwaschmittel. Statt der Verwendung eines Weichspülers kann man weiche Wäsche billiger und umweltfreundlicher durch Verwendung einer Wasch-
maschine mit einer hohen Schleuderleistung und durch Trocknen der Wäsche im Freien erreichen. Geruchstoffe und Parfüme sind in den heutigen Waschmitteln bereits enthalten. Überdosierung bringt kein besseres Waschergebnis, sondern nur höhere Kosten und Umwelt-
belastung. Wichtig ist auch die Wasserhärte. Mit dem Durchschnitts-
wert von 16,4° dH ist das M-Wasser nach Waschmittelgesetz dem Härtebereich "hart" zuzuordnen. Es wird empfohlen für normal und schwach verschmutzte Wäsche eine Waschmitteldosierung nach dem Härtebereich "mittel". So schonen Sie die Umwelt und sparen Geld. Lediglich bei stark verschmutzter Wäsche ist eine Dosierung nach Härtebereich "hart" sinnvoll. Umweltfreundliches Wasches gibt es nicht, umweltfreundlicheres schon. Das gilt auch für Waschmittel. Eines, das der Umwelt keinen Schaden zufügt, gibt es auf dem deutschen Markt bisher nicht. Auch umweltfreundliche Waschmittel enthalten Salze, Duft- und Farbstoffe. Allerdings in geringerem Umfang, sodass die Abwasserbelastung insgesamt geringer ist als bei konventionellen Waschmitteln. Allerdings nur dann, wenn sich der Verbraucher exakt an die Dosiervorgabe hält. Generell sollten Waschmittel in Pulverform erste Wahl sein. Flüssigwaschmittel ent-
halten mehr Tenside und belasten damit Kläranlagen und Gewässer deutlich stärker. Zudem wäscht Flüssigwaschmittel einem Test der Stiftung Warentest zufolge nicht so sauber wie Pulver. Alternative Waschmittel wie zum Beispiel die Waschnuss sind nur auf den ersten Blick umweltfreundlich. Denn dazu braucht es oft zusätzliche Mittel wie Bleiche oder Wasserenthärter.

Umwelttipp August 2016
Sommer, Sonne, Wasser
Endlich! Urlaubszeit - ab in den Süden, in die Sonne, ans Meer, dorthin, wo der Sommer unendlich scheint, am besten auf eine Insel. Dort  kommt meist Wasser aus einer Zisterne aus dem Wasserhahn, nur zum Spülen und Duschen geeignet, ob man sich damit die Zähne putzen sollte? Nun ja, besser nicht schlucken.
Dann gibt es das Wasser aus Kanistern, das an öffentlichen Stellen selbst abgefüllt werden muss, geeignet zum Kochen, für den guten Espresso oder zum Salat waschen. Als letztes Wasserflaschen, Plastikflaschen im Sechser-oder Achterpack, endlich - hiermit  darf man seinen Durst löschen. Pro Kopf leeren wir an einem heißen Sommertag zwei Flaschen MIneralwasser, macht bei sechs Personen 12 und nach 14 Tagen Urlaub kommen da mal so eben 168! Plastikflaschen zusammen. Gerade in den Siedlungen am Meer, die nur im Sommer bewohnt sind, gibt es an Straßenkreuzungen Müllcontainer in die alle Anwohner ihren Hausmüll entsorgen. Nachts stöbern verwilderte Hunde nach Fressbarem in den Containern, die Deckel schliessen nicht richtig oder fehlen ganz, der Wind vom Meer und Sommergewitter tun ihr übriges. So schimmern, blinken und knistern  trotz aller Bemühungen auf den Wiesen und Feldern, auf dem Weg zum Strand und auch im Meer die Überreste auch unserer Wasserflaschen.  
Welch Glück haben wir in München: Hahn auf, duschen, Espresso kochen oder einfach eiskalt pur genießen -  trinkbares, frisches Wasser direkt aus der Leitung. Trotzdem werden literweise Mineral-
wasserflaschen nach Hause geschleppt, Mineralwasser steht hoch im Kurs: Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche 143,6 Liter Mineral- und Heilwasser pro Jahr. Obwohl bei uns glücklicher weise immer seltener die Plastikflaschen in der freien Natur zu beobachten sind, können vielleicht andere Fakten doch den ein oder anderen zum Umdenken bewegen.

Der CO2-Fußabdruck: Leitungswasser vs. Mineralwasser
Leitungswasser ist nachhaltig: Die Behörden stellen sicher, dass
nie mehr Wasser aus dem Kreislauf entnommen wird, als auf natürlichem Weg bereitsteht. Unser Trinkwasser stammt aus der Region und muss damit keine langen Transportwege zurücklegen. Vergleicht man den CO2-Fußabdruck, zeigt sich, dass es bei den Förderungen keine großen Unterschiede gibt. So benötigt Mineral-wasser  0,35g CO2-Äquivalente pro Liter für die Förderung und Aufbereitung, Leitungswasser muss danach in vielen  anderen Städten noch durch die Leitungen in die Haushalte gepumpt werden, was den Fußabdruck sehr gering erhöht, weniger als 0,02g Co2 Äquivalente pro Liter.
Was die  Ökobilanz in die Höhe treibt, sind Abfüllung und Transport des Mineralwassers. Besonders importiertes Flaschenwasser verur-
sacht bis zu 1000 Mal mehr Umweltbelastungen als Leitungswasser. Und der Import ist enorm: 2014 wurden 1.142,8 Millionen Liter  Mineralwasser importiert. Zusätzlich schlägt die Herstellung der Flaschen, ihre Reinigung, Abfüllung und die Entsorgung auf die Ökobilanz, ebenso die Entscheidung des Kunden, ob er mit dem Auto, Rad oder zu Fuß zum Einkaufen geht.
Kurz: Für einen Mineralwassertrinker ergeben sich durchschnittlich 210 g CO2-Äquivalente pro Liter Flaschenwasser. Für Leitungs-
wasser entstehen gerade mal 0,35g. Und leider -  46,7 Prozent
fast die Hälfte aller Flaschen sind immer noch PET-Einwegflaschen. Wir haben das große Glück in einem Land zu leben, in dem trinkbares, frisches Wasser direkt aus der Leitung kommt.
Im Gegensatz zu vielen südlichen Ländern haben wir die Wahl:
wir können das Wasser direkt aus dem Wasserhahn trinken.
Statista (2015): Pro-Kopf-Konsum von Mineral- und Heilwasser
in Deutschland in den Jahren 1970 bis 2014 (in Liter). 

Umwelttipp Juli 2016
Unser tägliches Brot
Auf dem Teller sieht jedes Brot mehr oder weniger gut aus, auf jeden Fall aber ungefährlich aus. In den letzten Monaten hat viele ernährungsbewusste Menschen die Diskussion um Glyphosat sehr bewegt. Es ist das weltweit und auch in Deutschland am meisten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel. Es bleibt nicht im Boden, nein. Es tötet Tiere, verhindert das Wachstum von Wildkräutern
(die wiederum für die Ernährung von Insekten und Vögel lebensnotwendig sind) und ist im konventionellen Viehfutter, im Getreide für unser tägliches Brot und in Bier zu finden. Und auch in unserem menschlichen Urin leicht und häufig nachzuweisen.
Mehr Infos und Anregungen unter:
www.ackergifte-nein-danke.de
Ein Grund mehr, bei meinem täglichen Brot zum Brot aus den verschiedensten Bio-Bäckereien zu greifen. Ungefährlich und köstlich. Nahrung für Leib und Seele.

Umwelttipp Juni 2016
Tropfen für Tropfen
Es hat viel geregnet im Mai. Nicht zur Freude aller.
Verregnete Pfingsttage schrauben die Stimmung nach unten.
Wohltuend für die Augen: das viele kräftige Grün. Nicht sichtbar:
gut gefüllte Grundwasserbestände. Wir werden sie brauchen.
Die Natur wird sie brauchen.
Solange es noch regnet, ist es gut, Wasser zu sammeln
und für das nächste Blumen- und Gartengießen zu verwenden.
Wir Wassersparen funktioniert wissen wir (eigentlich).
Tropfen für Tropfen, jeder ist wertvoll.Und dann ist da noch das gute Münchner Leitungswasser.
Von vielen geschätzt und getrunken. Am besten aus dem Glaskrug oder der Glasflasche. Köstlich mit frischen Kräutern, Zitrusfrüchten oder Beeren angesetzt. Genießen Sie den Juni - Tropfen für Tropfen!

Umwelttipp Mai 2016
Es geht auch ohne
im Supermarkt steht rechts neben dem Eingang eine Waage. Nichts Ungewöhnliches. Aber im Ohne-Laden in München-Schwabing wiegt jeder Käufer zuerst seine mitgebrachte Dose oder Flasche, schreibt das Gewicht auf einen kleinen Zettel und dann kann abgefüllt werden. Egal ob Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Kaffee, Süßwaren, Seife oder Waschmittel: Hier bekommt man fast alles als lose Ware. Viele der Produkte werden in großen, an der Wand montierten Spendern aufbewahrt, so dass man sich die Ware selbst abfüllen kann. Gewürze und Kräuter löffelt man sich zum Beispiel aus großen Gläsern in kleine, Essig und Öl gießt man sich aus großen Kanistern oder Flaschen in kleine Flaschen, Eier packt man in selbst mitge-
brachte Eierkartons, Käse in Papier. Selbst mit Duschgel oder Waschmittel funktioniert das Prinzip des Selbst-Abfüllens.
An der Kasse wird alles gewogen und natürlich das Gewicht
der Verpackung abgezogen. In den vergangenen Jahren sind im deutschsprachigen Raum einige Läden entstanden – die ohne Verpackungen auskommen. Sie bieten alle Waren „offen“ an,
so dass die Kunden sich die gerade benötigte Menge selbst
abfüllen oder einpacken können.
Angesichts der  riesigen Mengen an Verpackung, die tagtäglich anfallen eine gute Idee, die uns die Vermeidung von Plastikmüll zumindest ein wenig erleichtert.  Und auch wenn man nicht alles
hier kauft, lässt sich so einiges auch bei Einkäufen in anderen Läden umsetzen. Warum nicht gezielt darauf achten, Obst nur noch lose zu kaufen, beim Bäcker das Brot in den eigenen Brotbeutel packen lassen und vielleicht den frisch abgeschnittenen Käse gleich in die eigene Käsebox füllen lassen.
Und dann ganz ehrlich, wer nutzt schon die Plastik- und Papier-
abfallstellen, die in vielen Läden stehen? Spätestens hier sollte unsere eigene Verpackung zum Einsatz kommen! Wenn wir schon um viele Verpackung nicht herum kommen, vielleicht ändert sich etwas, wenn diese Container regelmässig überfüllt sind?
Es geht vielleicht nicht ganz ohne. Aber es geht auch ohne, bei regionalem Obst und Gemüse, das  nicht weit und lang transportiert werden muss, bei dem Käsemann auf dem Markt, bei kleineren Geschäften, die einen kennen und mit denen man reden kann.

Umwelttipp April 2016
Behutsamer Umgang mit Batterien
Batterien: Ein Mix aus Schwermetallen, der der Gesundheit schadet.
Batterien: Quecksilber, Cadmium und Blei reichern sind Ökosystemen und Tieren an. Batterien: In Deutschland verbrauchen wir jährlich etwa 1,5 Milliarden davon.
Seit 1988 müssen Batterien zurückgegeben und natürlich auch zurückgenommen werden, damit Metalle wie Nickel, Mangan, Eisen oder Zink für die Herstellung neuer Batterien verwendet werden können. 2014 konnte leider nur knapp die Hälfte wiederverwendet werden. Der Rest landete vor allem im Hausmüll. Eine gefährliche Nachlässigkeit und Faulheit. Bitte ....!
Leider schluckt die Herstellung von Batterien ziemlich viel Energie - zwischen 40 und 500 mal so viel Energie, wie dann später abgeben wird. Es hilft der Umwelt und unserer Gesundheit, wenn möglichst ganz auf Batterien verzichtet wird oder wiederaufladbare Alkali-Mangan-Batterien oder aber Lithium-Ionen-Akkus verwendet werden.

Umwelttipp März 2016
Beim Schneiden von Bäumen und Hecken die Vögel schützen
Endlich, der Frühling naht! Mit eifrigem Zwitschern kündigen die Vögel ihre Brutsaison an. Sie beginnen in Bäumen, Büschen und Hecken Nester zu bauen. Von 1. Maärz bis 30. September ist es deshalb, nach dem bundesdeutschen Naturschutzrecht, nicht erlaubt Bäume zu fällen oder stark zu beschneiden. Im bebauten Bereich innerhalb der Stadtgrenzen gilt diese Regel nicht, sollte aber trotzdem beachtet werden. Alle Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze unterliegen dagegen den Fäll- und Schnittver-
boten des § 39 BNatSchG, auch wenn sie beispielsweise in Gärten und Grünanlagen stehen.
Im Frühsommer nach dem Austrieb, kann man sie jedoch vorsichtig zurückschneiden. Kleinere Äste sind zu diesem Zeitpunkt gut kom-
postierbar. Sollten sich im Astwerk noch Nester befinden,  muss der Schnitt verschoben werden. Manche Vogelarten brüten noch bis Ende Juli und unter Hecken können Igel ihre Heimstatt haben.
Bei Neupflanzungen möglichst heimische Bäume und Sträucher wählen. Auf Eichen können beispielsweise bis zu 300 Insektenarten leben. Viele Pflanzen sind von der Bestäubung durch bestimmte Insekten abhängig. Und auf heimischen Gehölzen leben bis zu sechsmal mehr Raupen als auf fremdländischen Sorten. Raupen wiederum sind die wichtigste Nahrungsquelle für Jungvögel.
Wenn Hecken in mehreren Reihen gepflanzt und sie zusätzlich mit Wildkräutern umrahmt werden, können durch die vielen dort wohnenden Nützlinge Schädlingsplagen effektiv abgewehrt werden. Wird Schlehe, Weißdorn oder Holunder gepflanzt, kann man sich im Sommer auch an ihren Früchten erfreuen. Wer dafür zu wenig Platz hat, kann die Himbeere oder Wildrosenarten wie Zimt-, Apfel- oder Filzrosen als Hecke wählen.

Umwelttipp Februar 2016
Von Narren und Naturkosmetik
Hoch geht es in den nächsten Tagen her, wo war noch mal die Schminke vom letzten Jahr für das Katzen- oder Clowngesicht?
Riecht sie nicht schon etwas ranzig?
In den Faschingsferien geht es dann vielleicht in die Berge, Sonnen- und Kälteschutz für die Haut ist angesagt. Aber nicht nur in der Faschingszeit, sondern das ganze Jahr über  cremen und pflegen wir uns aus Töpfen, Tiegeln und Tuben.
Dabei liegt Naturkosmetik immer mehr im Trend. Menschen wollen umweltverträglich leben und vermeiden bewusst Produkte, die möglicherweise Schadstoffe enthalten könnten und im Idealfall nicht an Tieren getestet wurden. Anders als der Begriff  'Bio' bei Lebensmitteln ist der Begriff "Naturkosmetik"  aber nicht gesetzlich geschützt. Manchen Herstellern reichen schon ein paar Tropfen Pflanzenöl, um ihr Produkt als "Naturkosmetik" anzupreisen. Deshalb sollte man beim Kauf vorsichtig sein. Es gibt einige Gütesiegel, die beim Einkauf, übrigens nicht nur für Naturkosmetik,  Orientierungshilfen liefern. Eine Übersicht über die gängigen Siegel und ihre Bedeutung finden Sie unter: http://www.label-online.de/

Umwelttipp Januar 2016
Beim Einkaufen einfach nur mal wahrnehmen
Beim Einkaufen einfach nur mal schauen und wahrnehmen - in den Regalen und Truhen, im eigenen Einkaufswagen: wie viel Plastik muss ich dabei entdecken. Die Menge der Einweg-Verpackungen ist wieder am Steigen, erschreckend wie viel Plastikmüll sich in einem kleinem Haushalt innerhalb weniger Tage ansammelt.
Einfach nur mal wahrnehmen und vielleicht Entscheidungen reifen lassen, die das Einkaufsverhalten und den Lebensstil verändern.
Es gibt ja auch noch Glas und Holz und Mehrweg ...

Umwelttipp Dezember 2015
Mit Achtsamkeit durch die Advents- und Weihnachtszeit
Bei Kerzen ist die Beschriftung zu den Inhaltsstoffen oft nicht zu entziffern oder unverständlich oder gar nicht vorhanden. Der größte Teil der bei uns gehandelten Kerzen wird aus Paraffin, einem Erdölprodukt, hergestellt. Das Verbrennen verursacht teilweise erhebliche Schadstoffbelastungen in Innenräumen. Ausweichen kann man auf Kerzen aus Pflanzenstearin, die eine lange Brenndauer haben und aus nachhaltig nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Daneben sind reine Bienenwachskerzen - im Idealfall vom Imker des Vertrauens oder aus der Region - eine gute Empfehlung. Bei Teelichtern ist der Verzicht auf Alu-Hülsen möglich und wichtig.
In der Weihnachtsbäckerei darf es gerne biologisch, regional und fair zugehen. Ein Großteil der zum Erntedankfest gestifteten Backzutaten hat diesen Ansprüchen genügt. Damit waren die am Ersten Advent verkauften Plätzchentüten besonders wertvoll. Apfel, Nuss und Mandelkern, Schokolade und weitere Backzutaten sind im Einkauf teurer, aber im Geschmack liegen sie um Längen vorne. Da reichen auch kleinere Mengen. Bei Nüssen und Mandeln reicht z.B. die Hälfte der angegebenen Mengen, weil der Geschmack sehr intensiv ist.

Umwelttipp November 2015
Vogelnistkästen als Unterschlupf für den Winter
Nistkästen kann man das ganze Jahr anbringen. Bis spätestens Anfang März sollten sie hängen. Besser ist es jedoch sie im Herbst oder sogar im Winter anzubringen, weil viele Tiere dann bereits nach geeigneten Brutplätzen für das nächste Frühjahr Ausschau halten. Kleinsäuger, Vögel und auch Insekten nutzen die Kästen auch gerne zum schlafen oder Überwintern.
Die Kästen sollten möglichst nicht schwingen und in zwei bis drei Meter Höhe baumschonend angebracht werden. Die Flugöffnung sollte nach Osten bzw. Südosten ausgerichtet sein und bitte auf Sitzstangen verzichten, sie erleichtern lediglich Mardern oder Katzen mit ihren Pfoten in den Vogelkasten zu gelangen!
Bereits angebrachte Vogelkästen erst wieder zum Ende des Winters nur mit einer groben Bürste und höchstens etwas Wasser reinigen. Jetzt verscheucht man die Tiere, die es sich dort 'gemütlich' gemacht haben.

Umwelttipp Oktober 2015
Jetzt die Kellerfenster auf!

Jede und jeder kennt das: nimmt man ein Flasche aus dem Kühlschrank, beschlägt sie. Ein feuchter Film oder auch Kondensat bildet sich , wenn die warme Raumluft auf die kalte Flaschenwand, trifft.
Lässt man im Sommer warme Luft in den kühleren Keller, passiert das gleiche, Feuchtigkeit kondensiert an den kalten Kellerwänden. Deshalb wird dieses Phänomen auch Sommerkondensation genannt. Auch wenn Hausbewohner vermuten, dass die warme Witterung den Keller trocknet – im Sommer sollten Kellertür und Kellerfenster besser geschlossen bleiben. Denn sonst verschlim-
mern sich die Probleme mit der Feuchtigkeit, was wiederum die ideale Grundlage für einen Schimmelpilzbefall ist.
Die ideale Zeit zum Lüften im Keller?
Am besten nur in den Übergangszeiten, also jetzt!
Der Keller benötigt keine Frischluft, höchstens in den frühen Morgenstunden im Sommer, wenn es richtig abgekühlt ist.
Dagegen dürfen Sie in den Übergangszeiten (Frühling und Herbst) großzügiger lüften. Das gilt so lange, bis das Außenthermometer auf unter 5 °C rutscht.

Umwelttipp September 2015
Laubsauger/Laubbläser sind nicht nur Energieverschwender
und Umweltverschmutzer, sie sind auch extreme Krachmacher.
Ihr Lärmpegel ist mit Presslufthämmern vergleichbar.
Die schlimmste Variante sind benzinbetriebene Laubsauger,
deren Abgase den genannten Umweltsünden noch eins oben drauf setzen. Laubsauger/Laubbläser zu benutzen bedeutet: die Ökologie der Mikroorganismen zu zerstören und einen wichtigen Kreislauf zu unterbrechen.
Warum nicht mal zwischendurch das Laub mit dem Fächerbesen oder Rechen zusammentragen - ohne Energievergeudung, mit eigener Muskelkraft und dabei den Nachbarn einen ruhigen Nachmittag gönnen?
Warum nicht mit einem Laubhaufen an einem windgeschützten
Ort den Igeln ein willkommenes artgerechtes Winterquartier bereit stellen? Igel sind nicht nur putzige Zeitgenossen, sie vertilgen
auch Würmer, kleine Wirbeltiere und vor allen Dingen Schnecken.
Warum nicht die schönsten Blüten- und Fruchtstände Ihrer Gartenstauden stehen lassen? Sie sehen im Winter auch getrocknet noch attraktiv aus. Und sie bieten unseren einheimischen Singvögeln auch im Winter Nahrung. Also im Herbst den Garten nicht völlig ausräumen, sondern hohle Stängel, Blütenreste und Fruchtstände stehen lassen. In den abgestorbenen Pflanzenteilen sowie in aufgeschichtetem Reisig, in Holzstapeln und im Kompost-
haufen überwintern zahlreiche Insekten.

Umwelttipp August 2015
Biotonnen
sind im Sommer überhaupt nicht eklig - mit ein paar Tricks ist es sogar ganz einfach.
1. Am besten die Biotonnen an einen möglichst schattigen Platz stellen und am Leerungstag sichtbar für die Mitarbeitenden der Müllabfuhr bereit stellen.
2. Den Tonnendeckel geschlossen halten, damit Fliegen und Ungeziefer keinen Eingang finden. Und wenn sie doch schon da sind, kann Essigessenz (eventuell mit Wasser verdünnt) über die Abfälle in der Tonne gegossen werden. Außerdem hilft es, die Tonnenränder mit Waschmittellauge oder Spülmittel zu befeuchten und die Abfälle lagenweise mit Sägemehl oder Gesteinsmehl zu bestreuen.
3. Den Tonnenboden mit Eierkartons auslegen, um Abfallreste
am Tonnenboden zu vermeiden. Die Biotonnen in möglichst regelmäßigen Abständen reinigen.
4. Bioabfälle am besten in Papier einwickeln. Geeignet sind Zeitungspapier, Küchenpapier oder Papiertüten vom Bäcker, Metzger, Obst- und Gemüsehändler. Dadurch kann überschüssige Flüssigkeit aufgesogen werden. Hilfreich ist es auch, in der Küche ein belüftetes Vorsortiergefäß mit Bioabfalltüten aus Papier oder kompostierbaren Folienbeutel zu benutzen, die der DIN Norm EN 13432 entsprechen. Auf keinen Fall andere Arten von Plastikbeutel verwenden, diese können nicht kompostiert werden!

Umwelttipp Juli 2015
Der Sommer ist da. Nichts hält uns in Häusern und Wohnungen. Ferien, Urlaub und Ausflüge sind schön. Sie tun Leib und Seele gut.
In München haben wir das große Glück, dass (fast ums Eck) am Harras eine Haltestelle der BOB ist. Die Bayerische Oberlandbahn bringt uns nach Bayrischzell, Bad Tölz, Lenggries und Miesbach,
sie fährt an den Schliersee und Tegernsee, sie macht vom Bahnhof Osterhofen aus den Weg frei für den Wendelstein.