Unser Adventskranz

Er ist in diesem Jahr vielleicht ungewohnt.
Ein schlichter grüner Kranz.
In der Mitte eine helle Kerze.
Kein Schmuck.
Die vier Adventskerzen daneben auf dem Altar.

Warum?

In diesem Jahr erzählt der Kranz vom Kreis des Lebens.
Von Anfang und Ende.
Von Abschied und Neubeginn.
Von Trauer und Hoffnung.

Die Kerze in der Mitte brennt für den 14-jährigen Max,
für seine Familie und viele andere, die Abschied nehmen müssen.

Ein kleines Zeichen unserer Solidarität.
Unser Anteilnahme.
Unserer geteilten Fragen nach dem Warum?

In die Trauer hinein beten wir die Worte von Jochen Klepper:
Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern!
So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern!
Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.

Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld.
Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld.
Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr,
von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.