Gute Nachrichten in schweren Zeiten

Unsere Kirchen-Rabenkrähe Sepp freut sich über den Frühling in unserem Garten Gethsemane und tut das zusammen mit allen anderen Vögeln lautstark kund!

Auch wenn es nicht aus Einsicht der Menschen geschehen ist, sondern durch die Krise versucht wurde: Der weltweite CO2-Ausstoß ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das zeigt, dass menschliches Tun und Unterlassen spürbare Folgen hat und kann uns im Blick auf nachhaltiges Handeln zu weiteren Schritten ermutigen, denn die Erderhitzung hält noch immer an.

Wissenschaftliche Erkenntnisse bekommen jetzt eine viel größere Aufmerksamkeit, weil klar wird, dass wir sie angesichts der vielen globalen Herausforderungen brauchen, wenn wir etwas zum Guten verändern wollen.

Unbeschwertes Kinderlachen aus tiefstem Herzen tut auch der Seele von Erwachsenen gut.

Es ist schön, auch unter Erwachsenen immer wieder Menschen zu begegnen, die trotz aller ungelösten Probleme und offenen Fragen nicht ihren Humor verloren haben.

Deutlich weniger Verkehrslärm in der Nacht lässt manche Menschen in der Nähe großer Straßen besser schlafen.

Da viele Geschäfte nur wenig Kundschaft hereinlassen dürfen, gibt es mehr Platz und Zeit, sodass Beratung und Bedienung oft spürbar persönlicher und freundlicher geworden sind.

Endlich wieder wärmende Sonnenstrahlen und erfrischender Frühlingsregen!

Manchmal ist in diesen schwierigen Zeiten Pragmatismus zielführender als übersteigerte Bürokratie. Vielleicht können wir auch daraus etwas für die Zukunft lernen.

Es tut gut, in unmittelbarer und etwas weiterer Nachbarschaft freundliche Menschen zu wissen, denen man immer wieder sehr gerne begegnet.

Menschen sehnen sich nach Gottesdiensten, weil Gott ihrer Seele etwas Gutes tut, wenn die Gemeinde sich in seinem Namen versammelt - egal wie klein oder groß sie ist.

Und schließlich noch die beste Nachricht der Welt - die Osterbotschaft: „Christus ist auferstanden!“ - „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Bitte weitersagen!

Leiten Sie Ihre eigenen guten Nachrichten weiter an uns,
damit auch andere Menschen sie lesen können! Danke!

Kontakt: Pfarrer Ralf Honig - Tel: (089) 780 728 792
E-Mail: ralf.honig(at)elkb.de

 

Unsere schönen Berge vor der Münchner Haustür erholen sich ein bisschen von den unschönen Auswirkungen des Massentourismus. Fast kann man sie aufatmen hören.

Videokonferenzen mit Kindern sind lustig! Auch so kann der Kindertreff funktionieren: Kinder zeigen vor der Kamera stolz ihr Zimmer, ihre Tiere, ihre Spielsachen, schleppen allerlei an und verbreiten unbeschwert ganz viel gute Laune von daheim aus! Ihr Lachen steckt an!

Es gibt zum Glück auch Erwachsene, die nicht jammern oder sich  resignierend zurückziehen, sondern anderen Menschen Mut machen und durch ihre bloße Anwesenheit ein Segen sind.

Abstand halten zu müssen ist zwar nicht schön. Aber bisweilen freuen sich unsere Augen, Nasen und Ohren doch auch darüber, nicht alles, was zu sehen, zu riechen und zu hören ist, aus nächster Nähe voll abzubekommen.

Erste Vorboten des Frühlings zeigen sich in der Natur. Die Pflanzenwelt kündet von neuem Leben. Das löst positive Gedanken und Gefühle aus.

Vogelstimmen unterschiedlichster Art, Schönheit und Lautstärke stimmen in die Freude am neu erwachenden Leben ein.

Unsere offene Kirche zieht Menschen an, die auf der Suche nach einer geistlichen Heimat sind und nach langem Zögern endlich den Mut finden, hereinzukommen.

Gethsemane ist wirklich eine betende Gemeinde. Menschen, die in die Kirche kommen, beten im Stillen oder schreiben ihre bewegenden Gebete auf und legen sie in das bereitgestellte Körbchen. Das stille Gebet - ob in der Kirche oder daheim - ist für viele Menschen eine wirksame Medizin, denn es geschieht in der Gewissheit, dass Gott uns hört.

Viele Menschen unserer Gemeinde fühlen sich mit ihrer Kirche in dieser Zeit ganz besonders verbunden, auch wenn es wenige persönliche Begegnungen gibt. Sie geben positives Feedback - und spenden auch weiterhin kräftig für die Kirchturmsanierung.

In der Passionszeit kann uns neu bewusstwerden, dass das Leiden Jesu etwas zu tun hat mit dem vielen Leid auf dieser Welt, und dass Gott allen besonders nahe ist, die Schweres zu tragen haben. Er ist kein Gott der Sieger, sondern der mitfühlende und mitleidende Gott auf der Seite der Opfer - nicht nur im Blick auf die Pandemie.

Passionszeit ist auch Fastenzeit. Manche machen bei der Aktion „Sieben Wochen ohne“ mit, andere fasten zumindest in dem Rahmen, in dem es ihnen möglich ist. Sie nutzen die Gelegenheit, bewusst auf etwas zu verzichten, das sonst so wichtig zu sein scheint, und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

 

Die Tage werden wieder länger! Das ist wie ein Lichtblick oder ein Hoffnungslicht am Ende dieses langen Tunnels, in dem wir uns befinden.

Die Herausforderungen durch die Pandemie haben den positiven Effekt, dass wir uns weiterentwickeln können. Wir haben die Chance, uns neue Fertigkeiten und Kenntnisse anzueignen, die für uns auch in der Zukunft hilfreich sein werden.    

Die inzwischen eingeübten Hygieneregeln führen dazu, dass viele Menschen sagen: Ich bin jetzt viel weniger anfällig für Erkältung oder Schnupfen.

Die selten gewordenen gegenseitigen Besuche und Begegnungen sind nicht mehr so selbstverständlich und werden viel bewusster und dankbarer wahrgenommen als bisher.

Es macht Mut, dass die dreisten Angriffe auf Rechtsstaat und Menschenwürde nicht unwidersprochen bleiben, sondern zum Glück auch immer wieder erfolgreich abgewehrt werden. Viele erkennen: Die Demokratie ist ein hohes Gut und muss verteidigt werden.

Auch in den USA sind endlich wieder versöhnende und respektvolle Töne zu hören - ein Hoffnungszeichen auch für die internationalen Beziehungen und das gemeinsame Lösen der großen Probleme dieser Welt.

Mit Blick auf den betenden Jesus im Garten Gethsemane auf unserem Altarbild ist unsere Gemeinde in dieser Pandemiezeit in ganz besonderer Weise auch selber eine betende Gemeinde - nicht nur für sich selber, sondern für die ganze Welt und in dieser Zeit besonders für die Opfer der Pandemie.

In Ermangelung von kirchlichen Großveranstaltungen lohnt es sich, in die kleinen Formate und trotz allen noch immer möglichen persönlichen Begegnungen viel Liebe und Zeit zu investieren. Wir können dankbar für das dankbare Echo darauf sein.

Kinder entwickeln viel Phantasie, um in Zeiten der Kontaktbeschränkungen und des Distanzunterrichts dennoch miteinander und mit anderen Leuten zu kommunizieren. Sogar die gute alte Briefpost und das Telefon werden wiederentdeckt und sind neben den digitalen Medien wieder sehr hilfreich.

Das gemeinsame Bemühen, die Pandemie einzugrenzen, zeigt erste kleine Erfolge. Ein zartes Pflänzchen, das gehegt werden muss, und ein Mutmacher für die Zukunft.

Der Wert der so sehr vermissten kulturellen Veranstaltungen wird neu ermessen. Immer wieder unterstützen Menschen die Kulturschaffenden, die in dieser Zeit von großen Existenzängsten geplagt werden und unsere Solidarität verdienen.

Menschen sind besonders in diesen schwierigen Zeiten Engel, also Boten Gottes, für andere: in Kliniken, bei Feuerwehr und Polizei, in Pflege- und Betreuungseinrichtungen, in Kindertagesstätten und Schulen, aber auch im privaten Umfeld! Wenn wir unsere Augen aufmachen, entdecken wir ganz viele Engel unter uns.

Wir haben gelernt, mit der Pandemie besser umzugehen als im Frühjahr. Das kann uns Mut machen für die Zukunft.

Uns wird neu bewusst, wie wichtig menschliche Begegnungen sind. Gerade weil wir sie aktuell nicht so selbstverständlich haben können, schätzen wir sie viel mehr als sonst.

Weil das Sprechen hinter Mund- und Nasenschutz mehr Konzentration und besseres Zuhören erfordert, gibt es weniger wichtigtuerisches Geplapper, bisweilen recht lustige „Verhörer“ und in der Schule weniger Schwätzen.

Wir lernen, uns in Geduld zu üben, und befinden uns in dieser Sache in einem wichtigen Trainingslager, das uns allen sicher nicht schadet.

Die sogenannte stade Zeit kann in diesem Jahr vielleicht wirklich endlich mal wieder eine stade Zeit sein! Der große Rummel fällt aus. Vielleicht entdecken wenigstens einige Menschen den Sinn der Advents- und Weihnachtszeit wieder neu und besinnen sich auf das Wesentliche.

Auch wenn es immer wieder zu hören ist: Weihnachten muss nicht gerettet werden! Dass Gott in dem Kind in der Krippe in unsere Welt gekommen ist und sie rettet, hat ein für allemal Bestand. Das hängt nicht von unserem Wohlverhalten oder unseren Traditionen ab - Gott sei Dank!

2020 ist kein verlorenes Jahr, wie manche meinen. Es ist wie alle anderen zuvor - und wie es auch 2021 sein wird - ein Jahr des Herrn! Diese Welt ist nicht gottverlassen. Sie ist und bleibt in Gottes guter Hand, was auch kommen mag!

Viele Menschen haben trotz aller Einschränkungen dieser Zeit immer wieder gute Nachrichten für andere! Dafür sind wir sehr dankbar! In diesem Sinne:

Eine besinnliche Adventszeit, gesegnete Weihnachten und ein behütetes Jahr 2021!

Wir konnten endlich unsere Konfirmationen feiern - sogar mit besonders spürbarer innerer Beteiligung und in intensiver Atmosphäre!

Auch Taufen und Gottesdienste mit Familien sind wieder möglich. Kinder und Jugendliche sind auch wieder in der Kirche, in den Gemeinderäumen und im Garten. Es kehrt allmählich Leben zurück - das tut gut!

Die Erfahrungen dieser Zeit lehren uns, auch in der Kirche über modifizierte Angebote nachzudenken und flexibel auf die Situation zu reagieren. Abstands- und Hygieneregeln haben durchaus auch ihre guten Seiten.

Es wird uns neu bewusst, dass wir Verantwortung füreinander tragen. Das Verhalten jedes einzelnen Menschen hat Auswirkungen auf die Gemeinschaft - positiv wie negativ.

Wir leben viel stärker als bisher im Hier und Jetzt. Weil so vieles nicht langfristig planbar ist, konzentrieren wir uns stärker auf das, was aktuell möglich und nötig ist - eine gute Medizin gegen alle Gschaftlhuberei und Ungeduld!

Dass der Herbst wunderschön ist, wird in diesem Jahr von vielen ganz besonders deutlich wahrgenommen. Was für ein Segen, dass wir die verschiedenen Jahreszeiten in unseren Breiten so ausgeprägt erleben dürfen!

Wir lernen neu, dass zum Wesen dieser Welt immer die Veränderung gehört. Es ist gut, dass nicht alles bleibt wie es ist. Wir müssen nicht in Angst vor der Zukunft erstarren, denn Gott schenkt uns Mut zu ihrer Gestaltung.

Endlich wieder Religionsunterricht in der Schule! Mit den Kindern und Jugendlichen können wir uns wieder gemeinsam Gedanken über Gott und die Welt machen und viel voneinander lernen. Schule ist so viel mehr als nur Zwang und Leistungsforderung.

Zum Glück treten neben Corona auch wieder andere wichtige Themen in den Vordergrund. Die Fridays-for-Future-Bewegung und der Kampf gegen Rechtsradikalismus verdienen alle Aufmerksamkeit und Unterstützung.

Wir freuen uns über positive Rückmeldungen von Menschen, die das Engagement und die Angebote der Kirche - trotz schwieriger Rahmenbedingungen und begrenzten Platz- und Raumangebots  - in diesen Zeiten ganz besonders zu schätzen wissen und uns dadurch Mut machen.

Wir sind dankbar für das große Gottvertrauen der Kleinen und Großen, Jungen und Alten in unserer Gemeinde!

Leiten Sie Ihre eigenen guten Nachrichten weiter an uns, damit auch andere Menschen sie lesen können! Danke!
Kontakt: Pfarrer Ralf Honig - Tel: (089) 780 728 792 - E-Mail: ralf.honig(at)elkb.de

 

Wasser ist Leben! Wie gut, dass wir nicht nur schöne Seen in der Nähe haben, sondern uns auch durch sauberes Trinkwasser aus dem Mangfalltal erfrischen können. Es kann uns neu bewusst werden, wie privilegiert wir hier leben.

Es ist wieder Sommer in der Stadt! München mit seinen bekannten Reizen (Wo sonst gibt es einen Gebirgsfluss mitten in der Großstadt?), aber auch mit seinen weniger bekannten Plätzen kann von den Einheimischen neu entdeckt werden.

Viele Menschen sind dankbar, dass sie in diesen Zeiten in einem demokratischen Rechtsstaat leben dürfen und erkennen neu, dass das alles andere als selbstverständlich ist. Es lohnt sich, dafür einzutreten, dass so bleibt.

Nach all den Videokonferenzen und virtuellen Kontakten tun Begegnungen in der analogen und realen Welt wieder gut und werden neu wertgeschätzt.

Diese Zeit macht Menschen wieder demütiger, weil ihnen bewusst wird, dass wir vieles ganz anders kommen kann als wir erwartet und geplant hatten. Wir spüren, dass wir unser Leben entgegen mancher Selbstüberschätzung eben doch nicht selbst in der Hand haben.

Das Gute - wie auch immer es uns begegnet - ist auch in diesen Zeiten nicht machbar, sondern bleibt ein großes Geschenk.

Die Ansprüche werden bescheidener. Urlaub muss nicht mit einer Fernreise verbunden sein. Die Natur dankt es uns.

Kinder bringen wieder Lebensfreude in die Kirche! Trotz aller Einschränkungen bei den Gottesdienstfeiern begegnen wir uns wieder im LichtBlick am Sonntag! Wie schön!

Wichtiges und Unwichtiges können leichter unterschieden werden, weil wir neu entdecken, was wirklich zählt im Leben, und weil wir uns nicht so sehr in Nebensächlichkeiten verlieren wie wir es sonst manchmal getan haben.

Es ist durch die Erfahrungen dieser Zeit nicht mehr nur eine alte  Floskel: Gesund zu sein ist wirklich alles andere als selbstverständlich.

Diese Zeit ist auch ein gutes Trainingslager in Sachen Gottvertrauen. Wir sind damit nie fertig. Wir müssen immer wieder neu lernen zu glauben - oft auch gegen den Augenschein.

Gott bietet uns die große Chance zur Kurskorrektur angesichts der vielen Probleme dieser Welt. Es kann uns neu klar werden, was Je-sus meint, wenn er sagt: Denkt um und glaubt an das Evangelium - als Einzelne und als Weltgemeinschaft.   

 hafen

 

Es tut gut und ist schön, die Tiere und Pflanzen in der freien Natur zu beobachten, die sich so ganz im Sinne Jesu gar keine Sorgen um ihr Ergehen machen.

Der öffentliche Raum in der Stadt mit seinen Plätzen und seiner Architektur wird intensiver wahrgenommen. Sonst übersehene gestalterische Elemente werden ganz neu entdeckt.

Der Wert dessen, was vorher selbstverständlich zu sein schien und jetzt vermisst wird, tritt neu ins Bewusstsein der Menschen. Viele werden dankbarer für Kleinigkeiten.

Endlich können wir trotz aller Einschränkungen wieder miteinander Gottesdienst feiern.

Viele Menschen entdecken neu, dass unser Leben mehr ist als die Summe oder das Ergebnis unserer Planungen. Die jetzt erforderliche Flexibilität lässt uns auch Ungewohntes ausprobieren.

Wir leben stärker im Hier und Jetzt. Wir erfahren, dass vieles nicht planbar und machbar ist. Wir müssen nichts erzwingen, sondern können die Zukunft einfach auf uns zukommen lassen.

Europa und die ganze Welt bekommen die große Chance, miteinander Lösungen für Probleme und Wege in eine menschlichere Zukunft zu suchen.

Weil die Menschen mehr an andere denken als bisher werden alte Kontakte aufgefrischt und es wird aufrichtiges Interesse am Ergehen alter Bekannter zum Ausdruck gebracht.

Kinder geben ein gutes Vorbild im Umgang mit Hygiene- und Abstandsregeln und sind oft vernünftiger als manche Erwachsene, obwohl sie doch selber sehr unter den eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten leiden.

Das Leben draußen ist in diesen Zeiten wegen geringerer An-steckungsgefahr sicherer als das Leben drinnen. Wie gut, dass jetzt die warme Jahreszeit beginnt und wir den Sommer ganz bewusst nutzen können!

Das Lesen erfährt eine Renaissance, egal ob in Papier- und Buchform oder digital.

Eine alte irische Weisheit kann in dieser Zeit Mut machen: Am Ende wird alles gut! Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende!

der weg geht weiter

Die Terminkalender sind nicht mehr so voll! Wir erleben neu, dass das Leben mehr ist als die Summe unserer Vorhaben, und dass manches, das sonst so wichtig erscheint, nicht unbedingt sein muss.

Weniger Menschen in S- und U-Bahn, Tram und Bus sind gar nicht so schlecht. Abstand halten wirkt hier beruhigend, v. a. mit Mund- und Nasenschutz.

Nach so vielen virtuellen Online-Begegnungen freuen sich viele, im realen Leben in ein menschliches Angesicht zu blicken - nicht nur auf dem Monitor.

Die Krise zeigt, dass Menschen tatsächlich flexibel und lernfähig sind, dass sie alte Gewohnheiten auch ablegen können, wenn es darauf ankommt.

Die modernen Kommunikationsmittel ermöglichen es uns, trotz aller sozialen Distanz in Kontakt zu bleiben. Die gleiche Krise wäre vor dreißig, vierzig, fünfzig Jahren viel schwerer zu bewältigen gewesen.

Menschen sind auch in technischer Hinsicht lernfähig. Viele eignen sich neue Kenntnisse und Fertigkeiten an, von denen sie auch in normalen Zeiten profitieren werden.

Die viel größer gewordenen Ruhe des Alltagslebens hat etwas von immer währender Sabbatruhe und tut gut.

Kinder malen und schreiben über ihre guten Erfahrungen mit Gott und bringen ihre Bilder und Texte in unsere Kirche. So entsteht in ihr eine kleine Ausstellung unter dem Thema „Gott ist bei mir“.

Jugendliche vergessen auch in Coronazeiten das Thema Klimakrise nicht und setzen sich für die Bewahrung der Schöpfung ein. Auch ihre Gedanken und Gebete, Wünsche und Hoffnungen können in der Kirche nachgelesen werden.

Menschen freuen sich und warten voller Ungeduld darauf, dass in der Kirche wieder Gottesdienste gefeiert werden können.

Menschen, die in die offene Kirche kommen und dort verweilen, nehmen Altarschmuck und Dekoration sowie Bilder und Texte ganz bewusst wahr, weil sie sich dafür Zeit nehmen.

Gute Nachrichten werden in Zeiten schlimmer Nachrichten ganz besonders gern und dankbar gehört. Sie sind wie eine ansteckende Gesundheit!

Es kommen Menschen in unsere Kirche, die nach eigenem Bekunden noch nie da waren. Und sie finden es sehr schön und heimelig hier!

Kinder freuen sich darüber, dass endlich die Schule wieder anfängt.

Stille tut gut! Weil der Lärm um uns herum weniger geworden ist, hören wir die Stimme der Natur besser: Vogelgezwitscher, Windgeflüster, Wasserrauschen - was für eine Wohltat!

Familien entdecken neu, dass Essen und Trinken mehr ist als Nahrungsaufnahme im Schnellverfahren. Sie nehmen sich Zeit und haben Freude daran, miteinander zu kochen und zu essen.

Das geringere Verkehrsaufkommen in der Großstadt führt dazu, dass diejenigen, die dennoch unterwegs sein müssen, ihr Ziel schneller erreichen.

Talente kommen anderen zugute. Menschen unterstützen einander mit dem, was sie gut können, und ergänzen sich dadurch zum Wohl der Gemeinschaft.

Menschen ermutigen und stärken einander. Es wird viel weniger gejammert und geklagt als sonst!

Menschen freuen sich über den Nachwuchs, den ihre tierischen Mitbewohner im Garten bekommen haben.

Selbst gemachte Musik aus offenen Fenstern oder von Balkonen herab erfreut die Nachbarschaft und stiftet Gemeinschaft.

Dass es keine Fußballspiele gibt heißt auch: Der Lieblingsverein kann zwar im Moment leider nicht gewinnen, aber eben auch nicht verlieren! Das spart Nerven!

Weil es im öffentlichen Raum weniger Ablenkungen und keine Reizüberflutung mehr gibt, werden Menschen aufmerksam auf sonst gar nicht Wahrgenommenes: offene Kirchentüren, Glocken, Blumenschmuck, Kerzen.

Die spärlichen zwischenmenschlichen Kontakte werden nicht mehr als etwas Selbstverständliches, sondern als großes Geschenk betrachtet.

Das Gebet wird von vielen wieder verstärkt als Trost- und Kraftquelle empfunden.

Die Menschen werden mit ihren Bedürfnissen stärker als einzelne wahrgenommen und gehen nicht so sehr in der Masse unter.

Prioritäten verändern sich, auch in der Kirche. Pfarrer*innen haben jetzt mehr Zeit für die Seelsorge, was von vielen auch dankbar angenommen wird.

Es fällt den Menschen leichter, über ihre Gefühle zu reden, weil sie bei ihrem Gegenüber häufiger offene Ohren finden und sich viele besser in andere einfühlen.