Sonntagsimpulse für Familien

Impuls für Sonntag, 9. Mai

In unserem Gesangbuch stehen viele Gebete für Kinder und Erwachsene, für schöne und schwere Zeiten.
Ein paar davon haben wir für euch ausgesucht.

Wie fröhlich bin ich aufgewacht,
wie hab ich geschlafen so sanft die Nacht!
Hab Dank, du Vater im Himmel mein,
dass du hast wollen bei mir sein.
Behüte mich auch diesen Tag,
dass mir kein Leid geschehen mag.
Amen.

Vater im Himmel, wir bitten dich um deinen Schutz für diesen neuen Tag. Du bist über uns und um uns. Du bist die Sonne. Du bist der leuchtende Himmel. Du bist Regen und Wind. Du bist selbst der Weg durch diesen Tag. Behüte uns vor allem Übel. Behüte die Menschen, die wir lieben, von der Frühe des Morgens an bis zur Ruhe der Nacht. Wir danken dir, dass du da bist, Vater im Himmel. Amen.

Allen Hunger, den wir haben,
stillen wir mit Gottes Gaben,
alles Dürsten, das wir stillen,
stillen wir mit Gottes Willen.
Alle Sehnsucht ist erfüllt,
wenn Gott selbst als Nahrung quillt.
Amen.

Lieber Gott, nun schlaf ich ein.
Schicke mir den Engel dein,
dass er treulich bei mir wacht
durch die ganze lange Nacht.
Schütze alle, die ich lieb.
Alles Böse mir vergib.
Kommt der helle Morgenschein,
lass mich wieder fröhlich sein.
Amen.

Lieber Gott, ich bin krank und liege im Bett. Gib, dass es nichts Schlimmes ist und ich bald wieder gesund werde. Ich danke dir, dass ich so lieb gepflegt werde. Wir gut, dass es Medizin gibt, die hilft. Ich bitte dich, behüte alle kranken Kinder, zuhause und im Krankenhaus. Hilf ihnen, dass sie gesund werden. Amen.

Lieber Gott, wir sind schnell dabei, Mitschülerinnen, Mitschüler, Lehrerinnen oder Lehrer zu beschuldigen, sie zu verurteilen. Aber es ist schwer, Schuld bei sich selber zu suchen und sie auch zuzugeben. Gib uns den Mut, unsere Fehler einzugestehen. Lass uns neue Wege zueinander finden. Amen.

Mein Gott, die Arbeit fordert oft mehr von mir, als ich leisten kann. Gib mir Gesundheit und Kraft, dass ich den Anforderungen standhalte und verständnisvolle Kollegen und Vorgesetzte finde. Amen.

Manchmal frage ich mich: Hat meine Arbeit eigentlich einen Sinn? Im Betrieb bin ich ja doch nur ein kleines Rädchen, das man jederzeit auswechseln kann. Ich bin unzufrieden. Ich frage, Herr, nach dem Sinn meines Tuns. Amen.

Gütiger Gott, im Betrieb gibt es Spannungen. Wir kommen nicht mehr miteinander aus. Neid und falscher Ehrgeiz vergiften das Klima. Kann ich etwas tun, dass es anders wird? Hilf mir, das richtige Wort zu finden, das Spannungen löst. Amen.

Wie lange noch, bis ich entlassen werde? Ich habe Angst, wenn ich an meine Zukunft denke: Ich verdiene weniger. Ich finde schwer etwas Neues. Und was werden erst die anderen, die Nachbarn und Freunde sagen! Herr, ich habe Angst, als Versager dazustehen. Amen.

Guter Gott, nun stehe ich da ohne einen Arbeitsplatz. Noch gestern dachte keiner daran. Wie ein Schlag traf es mich und die anderen Kollegen. Wie soll es nun weitergehen? Die finanziellen Sorgen sind nicht die größten. Unterstützung wird es auch geben. Doch wann und wo werde ich Arbeit finden? Wie wird sie sein? Alles ist so ungewiss, so fremd. Wenn mich nur der Mut nicht verlässt! Amen.

 

Impuls für Sonntag, 2. Mai
Ein Gruß von der Kirchenmaus Fieps

Liebe Kinder, liebe Eltern,
vor Kurzem musste ich meinen ganzen Mut zusammennehmen. Die anderen Mäuse haben sich lustig gemacht über meine beste Freundin. Sie haben sie ausgelacht und verspottet, weil sie beim Spielen ungeschickt war und dauernd verloren hat. Das war so gemein!

Zuerst habe ich mich nicht getraut, etwas dagegen zu sagen, weil die anderen so deutlich in der Überzahl waren. Aber dann hab ich ganz laut protestiert: „Hört auf! Das ist so gemein! Wie würde es euch denn gehen, wenn ihr selber so fies behandelt würdet?“ Da haben sie tatsächlich aufgehört und sogar ein bisschen beschämt geschaut. Ein paar haben meine Freundin sogar um Verzeihung gebeten - gar nicht so einfach! Das hat mich richtig überrascht. Und ich fand es auch ganz schön mutig, Fehler zugeben zu können.

Kennt ihr so etwas? Seid ihr selber schon mal so schlecht behandelt worden? Oder habt ihr mitgemacht, wenn andere gemein zu jemandem waren? Erzählt euch mal davon. Und beschreibt die Gefühle, die ihr dabei hattet.

Im Monatsspruch aus der Bibel für den Monat Mai heißt es: „Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen!“ (Sprüche 31, 8) Ja, das sollen wir in Gottes Namen tun. Auch Jesus selber hat immer zu den Schwachen und Kranken geholfen und sich dadurch mit den Einflussreichen und manchmal sogar mit seinen Freunden angelegt. Denn Gott will nicht, dass wir so etwas Gemeines tun.

Es gibt auch heute so viele, die zu den „Stummen“ oder „Leisen“ gehören. Ihre Stimme wird nicht gehört. Sie brauchen uns - je mehr für sie ihre Stimme erheben, desto besser. Fallen euch Gruppen von Menschen ein, die schlecht behandelt werden, weil sie anders aussehen als die meisten oder sich anders verhalten? Unterhaltet euch mal darüber. Und denkt nach, wie wir ihnen beistehen können, wie wir ihnen unsere Stimme leihen können.

Bald feiern wir Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, den Gott in die Welt geschickt hat, damit wir ihm vertrauen und mutig sein können. Diesen Geist braucht unsere Welt - und jeder und jede von uns auch!

Lasst euch von Gott begeistern!

 

Impuls für Sonntag, 25. April
Sonntag Jubilate

Da schaut einer nach oben und staunt.
Zumindest der Mensch.
Der Hund grinst selbstbestwusst.
Vielleicht weil er denkt: Kenn ich schon. Weiß ich schon.
Ich bin ein Teil davon. Ich gehöre dazu.

Wo könnte der Mann hinschauen?
Vielleicht auf das, was an diesem Sonntag gelobt wird.
Auf Gott und seine Schöpfung.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.

Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde. Und es geschah so. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.

Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht. Sie seien Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.

Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Seeungeheuer und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.

Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. Dies ist die Geschichte von Himmel und Erde, da sie geschaffen wurden.
BasisBibel

 

Impuls für Sonntag, 18. April
Sonntag vom Guten Hirten

Jesus sagt von sich selber: Ich bin der Gute Hirte für euch.
Ich will alles Gute für meine Schafe.

Schafe sind nicht dumm.
Schafe sind supergute Kletterkünstler.
Schafe interessieren sich für alles, was um sich herum passiert.
Schafe geben etwas von sich ab - Milch und Wolle.
Schafen sind dauernd in Bewegung.


Jesus sagt von sich selber: Ich bin der Gute Hirte für euch.
Ich will alles Gute für meine Schafe.
Damit erinnert er an einen alten, schönen Text aus der Bibel.
Er hatte ihn schon selber gebetet.

Psalm 23
Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
    Er weidet mich auf einer grünen Aue
    und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
    Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
    fürchte ich kein Unglück;
    denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
    Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
    und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Amen.