Sonntagsimpulse für Familien

Impuls für Sonntag, 19. September

Nicht alle Menschen gehen gern auf Friedhöfe
oder sprechen über den Tod.
Manche fühlen sich unsicher,
andere haben Angst vor den Tränen.
Oder vor den Fragen ihrer Kinder.

Wo sind die Toten? Wo sind die Toten?
So haben wir alle gefragt.
Überall wird so geklagt:
Wo sind die Toten?

Wo sind die Toten? Wo sind die Toten?
In Grab und in Dunkel gelegt,
dort, wo sich kein Leben mehr regt,
dort sind die Toten.

Wo sind die Toten? Wo sind die Toten?
Weil Jesus vom Tod auferstand,
sind Christen nun in Gottes Hand.
Dort sind die Toten.
Das hat Kurt Rommel 1974 gedichtet.

Es ist schön, zu wissen und zu glauben,
dass wir immer bei Gott sind.
Wir, die wir leben und diesen Tag genießen,
und alle, die gestorben sind.

Die wir gekannt haben
und für die wir eine Kerze anzünden können.
Und die, die wir nicht gekannt haben,
und deren Namen wir auf dem Friedhof lesen können.

Alle sind wir in Gottes Hand!
Jetzt und für immer.

 

Impuls für Sonntag, 12. September

Fällt es dir leicht, dich zu entschuldigen?
Nicht bloß dahinsagen, damit Ruhe ist.
Also nicht nur, weil die Erwachsenen sagen:
Du musst dich jetzt aber entschuldigen.


Ich meine eine andere Art von Entschuldigung:
Die mit dem komischen Gefühl vorher im Bauch.
Die mit der Ahnung, dass ich etwas falsch gemacht habe
und einem anderen Menschen wehgetan habe.
Die, bei der ich erschrocken über mich selber bin.
Das wollte ich nicht.
O weh, so gemein kann ich auch sein.

So eine Entschuldigung braucht ganz schön viel Mut.
Und ich kann es gar nicht leiden, wenn andere mich dazu zwingen.
Ich weiß doch oft selber, dass etwas falsch war.
Aber ich brauche manchmal ein bisschen Zeit,
um die richtigen Wort zu finden.
Oder für den Mut.
Oder für das Bild, das ich für die anderen malen will.

Lieber Gott,
wir bitten dich, sei heute und an den kommenden Tagen mit uns.
Schenke uns Mut für Worte und Umarmungen.
Segne uns. Amen.

Und heute?
Wie wäre es mit Worten und Umarmungen für all das, was wir toll aneinander finden?

 

Impuls für Sonntag, 5. September
Ein Gruß von der Kirchenmaus Fieps

Liebe Kinder, liebe Eltern,

seid ihr in den Ferien weggefahren? Und wenn ja, habt ihr vielleicht an liebe Menschen eine Urlaubspost geschrieben, so eine richtig schön altmodische Ansichtskarte mit Briefmarke? Oder umgekehrt: Habt ihr selber einen solchen Feriengruß bekommen?

Ich freue mich darüber immer sehr. Denn es zeigt mir: Da denkt jemand an mich. Danke deshalb auch an diejenigen von euch, die mir immer wieder mal Post schicken! Das ist wirklich sehr schön!

Und wir müssen dazu nicht einmal wegfahren. Eine persönliche Post, von Hand geschrieben, vielleicht noch dazu mit etwas selber Gemaltem oder schön verziert – das ist immer eine gelungene Überraschung! Egal ob zum Geburtstag, zu einem schönen Fest oder einfach nur so! Wir können anderen damit wirklich eine Freude machen!

Und noch ist ja Ferienzeit. Vielleicht setzt ihr euch mal hin und schreibt eine Karte oder sogar einen Brief, vielleicht sogar an jemanden, der gar nicht damit rechnet.

Übrigens gibt es auch in der Bibel ganz viel Briefpost. Die Briefe der Apostel geben uns Einblick, wie die ersten Christinnen und Christen zusammengelebt haben. Vielleicht schaut ihr mal miteinander rein ins Neue Testament. Aber auch ich schicke euch ja immer wieder mal Post. Und dann gibt´s ja auch noch den Gemeindebrief und die Neuigkeiten auf der Website unserer GethsemaneGemeinde. Auch da könnt ihr einiges entdecken.
 
Viel Spaß beim Lesen der vielen Kirchenpost, die es so gibt! Sie soll euch zeigen: Gott liegt ganz viel an euch! Und vielleicht bekommt ihr ja Lust, selber mal wieder Post zu schreiben und zu versenden!

 

Impuls für Sonntag, 29. August

Ich weiß, dass du danke sagen kannst. Nur manchmal vergisst du es. Das schönste Dankesagen ist, wenn es dir aus dem Herzen kommt. Wenn du sagen musst, fühlst sich das manchmal komisch an.

Es gibt eine Krankheit, die ist sehr ansteckend (so wie Corona). Eine Hautkrankheit. Sie wird Aussatz oder Lepra genannt. Wer sie bekam, durfte nicht mehr in seinem Haus leben. Er musst weg aus seinem Dorf und mit anderen Kranken zusammenleben. So konnten sie sich unterstützen und trösten. Verwandte kamen und brachten Essen, aber schön auf Abstand.

Sie erzählten Neuigkeiten. Auch von Jesus, der im Land unterwegs war. Zehn Krankee hörten, dass Jesus in der Nähe war. Sie hatten plötzlich große Hoffnung. Sie machten sich auf den Weg und suchten Jesus. Sie fanden ihn und blieben mit einiger Entfernung stehen.

Jesus konnte sie sehen und hören. Hilf uns, riefen sie ihm zu.
Und das machte er auch.
Sie wurden gesund.
Glücklich und schnell kehrten sie zu ihren Familien zurück.

Alle?
Nein.
Einer kehrte noch einmal um.
Er lobte Gott und dankte Jesus.
Ein Dank, der aus dem Herzen kam.

Lieber Gott,
wir bitten dich, sei heute und an den kommenden Tagen mit uns.
Sei für uns da - auch wenn wir vergessen, danke zu sagen.
Segne uns. Amen.

Versuch doch heute mal, immer wieder danke zu sagen.
Aber ohne Worte. Sondern mit deinem Gesicht, mit deinen Händen.