Sonntagsimpulse für Familien

Impuls zum Sonntag, 17. Januar
Zweiter Sonntag nach Epiphanias

Warst du schon einmal bei einer Hochzeit eingeladen? Also in einer Zeit, in der wir alle noch zusammen feiern durften? Für manche Leute sind bei einer Hochzeit das coole Auto oder die schicke Kleidung sehr wichtig. Andere kümmern sich um die Blumen und leckere Kuchen. Für die allermeisten sind Hochzeiten schöne Feiern - ein Tag ohne Arbeit, Freunde und Verwandte sehen, über die Liebe nachdenken, gutes Essen und Trinken.

Wir wissen von einer Hochzeit, die Jesus besucht hat. Es hat ihm anscheinend so gut gefallen, dass er dafür gesorgt hat, dass das Fest lange gedauert hat.

Er konnte aber auch darauf hinweisen, worauf es bei einer Hochzeit und im Leben ankommt: Dass wir auf Gott vertrauen und bereit für Wunder sind.

Einmal war eine Hochzeit.
Jesus und seine Freunde waren zur Hochzeit eingeladen.
Die Mutter von Jesus war auch zur Hochzeit eingeladen.
Die Gäste tranken viel Wein.
Auf einmal war der Wein leer.
Die Hochzeit war aber noch nicht zu Ende.

Die Mutter von Jesus sagte zu Jesus:
Die Gäste haben keinen Wein mehr zu trinken.
Jesus sagte zu seiner Mutter:
Was soll ich denn tun?
Ich muss jetzt noch nichts machen.

Die Mutter von Jesus sagte zu den Kellnern:
Tut, was Jesus euch sagt.
Jesus ging zu den Kellnern.
Bei den Kellnern standen sechs große Fässer.
Die Fässer waren leer.
Jesus sagte zu den Kellnern:
Macht alle Fässer mit Wasser voll.

Die Kellner taten, was Jesus sagte.
Die Kellner füllten die Fässer voll mit Wasser.
Jesus sagte zu den Kellnern:
Nehmt nun ein Glas Wasser aus den Fässern.
Der Koch soll das Wasser probieren.

Der Koch probierte das Glas mit Wasser.
Aber das Wasser war kein Wasser mehr.
Das Wasser war guter Wein geworden.
Der Koch sagte zum Bräutigam:
Der neue Wein schmeckt viel besser als der erste Wein.

Dieses war das erste Wunder, das Jesus getan hat.
Das Wunder war ein Zeichen, dass Jesus von Gott kommt.
Die Freunde von Jesus glaubten, dass Jesus wirklich von Gott kommt. 
Evangelium in Leichter Sprache

 

Impuls zum Sonntag, 10. Januar
Erster Sonntag nach Epiphanias

Hast du eine Taufkerze? Suche sie bitte und zünde sie als nächstes an. Wir erinnern uns heute an die Taufe von Jesus, (an deine Taufe) und an Taufen, bei denen du schon dabei warst.

Die Menschen wollten ihr Herz für Gott bereit machen.
Dafür gingen die Menschen zu Johannes.
Johannes war an einem Fluss.
In dem Fluss war Wasser.
Johannes sollte den Menschen Wasser über den Kopf gießen.

Die Menschen sagten:
Das Wasser ist ein Zeichen.
Das Zeichen bedeutet:
Wir wollen uns für Gott bereit machen.
Für Gott bereit machen heißt: taufen.

Eines Tages ging Jesus zu Johannes.
Johannes sollte Jesus taufen.
Johannes war verwundert.
Johannes sagte:

Das geht nicht.
Du bist Jesus.
Du kommst von Gott.
Ich muss dich nicht taufen.
Du musst mich taufen.

Jesus sagte zu Johannes:
Gott freut sich, wenn du mich taufst.
Da taufte Johannes den Jesus.

Jesus stieg wieder aus dem Wasser heraus.
Auf einmal öffnete sich der Himmel.
Die Kraft von Gott kam vom Himmel auf Jesus herab.
Die Kraft von Gott ist der Heilige Geist.
Jesus konnte die Kraft von Gott sehen wie eine Taube.

Eine Stimme vom Himmel sagte:
Jesus ist mein lieber Sohn.
An Jesus habe ich große Freude.
Evangelium in Leichter Sprache

Lieber Gott, wir denken heute an dich
und wir spüren, wie wichtig wir für dich sind.
Wir erinnern uns heute an unsere Taufe
oder freuen uns darauf, dass wir bald getauft werden.
Du hast uns versprochen,
immer bei zu sein mit deinem Licht und deiner Wärme.
Lass uns heute dein Licht spüren
und mache uns zum Licht der Welt. Amen.

Ihr könntet heute bei eurem Sonntagsspaziergang in Kirchen gehen und euch die Taufsteine ansehen.

 

Impuls zum Sonntag, 3. Januar
Zweiter Sonntag nach Weihnachten

Liebe Kinder, liebe Eltern,
ein neues Jahr hat angefangen. Ich wünsche mir, dass vieles besser wird als im letzten Jahr. Vielleicht geht es euch auch so. Vielleicht setzt ihr euch in der Familie zusammen und fragt: Was war im letzten Jahr trotzdem schön? Was war traurig? Ihr könnt dazu Dinge sammeln, die beim Reden helfen: Bilder, Geschenke, Briefe.

Aber ich will nicht jammern, sondern bin neugierig auf das, was das Jahr 2021 bringen wird.
Freut ihr euch auf etwas Bestimmtes? Steht ein besonderes Fest oder ein runder Geburtstag an? Habt ihr etwas Außergewöhnliches vor? Zu diesen Fragen könnt ihr als Familie ein großes Papier bemalen. Jeder und jede malt zunächst schweigend für sich. Dann ratet ihr, was die anderen dargestellt haben, und erzählt euch anschließend, was ihr gemalt habt.

Am meisten bin ich gespannt auf das, was unerwartet kommen wird. Zum Glück ist da immer wieder viel Gutes dabei. Ich muss also gar nicht alles vorher planen. Das Ungeplante ist oft viel interessanter und spannender.

Ich verlasse mich darauf, dass einer auf alle Fälle immer bei uns sein wird: Gott. Wir leben Anno Domini 2021 - das ist Lateinisch und heißt: im Jahr des Herrn 2021. Auch dieses Neue Jahr ist ein Jahr Gottes, ein Jahr, in dem er uns begleiten und auch immer wieder mit Gutem überraschen wird.

Unsere Hoffnungen und Wünsche kommen schön im Monatsspruch aus der Bibel zum Ausdruck: „Viele sagen: `Wer wird uns Gutes sehen lassen?´ Herr, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!“ (Psalm 4, 7) Wir wissen, wer das ist, der uns Gutes sehen lässt, nämlich unser Gott. Und ihn bitten wir, dass er uns mit seinem freundlichen Gesicht anschaut und es dadurch hell in unserem Leben wird.

Ihr könnt miteinander den Text eines schönen Liedes singen oder beten:
„Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“
 
Ich wünsche euch einen guten Start ins Jahr!

 

Impuls zum Sonntag, 27. Dezember
Sonntag nach Weihnachten

Was ist deine Lieblingsfigur in der Weihnachtskrippe?
Bist du ein Engel-Typ?
Magst du die Hirten besonders?
Freust du dich auf Könige mit ihren Geschenken?
Hast du Freude an den Tieren? Ochse, Esel, Schafe, Kamele, dazu viele kleine, kaum sichtbare Tiere?
Sind es Maria und Josef, die meist in der Mitte zu finden sind?
Oder das kleine Jesuskind, das du vorsichtig in die Futterkrippe hineinlegst?

Ich mag es, wenn in der Weihnachtskrippe auch noch Dinge aus der Natur liegen. Steine, Äste, Moos, Stroh, Heu. Manchmal sind die kleinen, unscheinbaren Dinge wunderschön, wenn du dir die Zeit nimmst, sie in Ruhe anzusehen..

Lieber Gott,
wir bitten dich, sei an diesen Tagen mit uns.
Lass uns Spaß miteinander haben
und gemeinsam Neues entdecken.
Segne uns. Amen.